GTÜ gibt wichtige Tipps für Kauf und Montage

Wenn die Temperaturen in Richtung 20-Grad-Marke klettern, ist es höchste Zeit, die Winterpneus gegen Sommerreifen zu tauschen.

Die Qualität ist entscheidend
Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) weist darauf hin, beim Reifenkauf unbedingt auf die Qualität zu achten. Vor allem kommt es auf die folgenden Punkte an: optimales Handling, Bremsweg, Aquaplaning, Seitenführung, Rollwiderstand, Komfort, Geräusch und Verschleiß. Gute Sommerreifen müssen dabei nicht zwangsläufig teuer sein, so die GTÜ.

Auf Produktionsdatum achten
Beim Neukauf Ihrer Sommerreifen wird vor Ladenhütern gewarnt. Ein als neu angebotener Reifen sollte keinesfalls älter als drei Jahre sein. Da Reifen aufgrund chemischer und physikalischer Prozesse schon durch die bloße Lagerung altern, gilt die Regel: je jünger desto besser. Zu erkennen ist das Alter an der so genannten DOT-Nummer, die jeder Reifen an seiner Flanke trägt und dessen vier letzte Ziffern das Produktionsdatum verraten. Steht hier zum Beispiel ,5010", dann bedeutet dies, dass der Reifen in der 50. Kalenderwoche des Jahres 2010 gefertigt wurde.

Je mehr Profil desto besser
Sollen die Reifen vom letzten Sommer montiert werden, darf das Profil nicht zu sehr abgefahren sein. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimeter. GTÜ-Experten empfehlen jedoch aus Gründen der Verkehrssicherheit für Sommerreifen drei Millimeter und mehr.

Hinterreifen nach vorne wechseln
Üblicherweise montiert man beim Reifenwechsel die Hinterräder nach vorne – niemals die Räder aber von links nach rechts tauschen. Dadurch wird gewährleistet, dass so genannte laufrichtungsgebundene Gummis immer auf der richtigen Seite aufgezogen bleiben. Durch das Tauschen werden die Reifen gleichmäßiger abgenutzt und können bei Bedarf alle vier auf einmal durch neueste Produkte ersetzt werden.

Räder wuchten lassen
Neue Reifen werden in der Fachwerkstatt niemals ohne Auswuchten montiert. Die GTÜ empfiehlt diese Maßnahme in regelmäßigen Abständen auch bei gebrauchten Pneus. Denn im Laufe der Zeit können Unwuchten entstehen, etwa beim Überfahren von Bordsteinkanten. Das macht sich schlimmstenfalls durch ein ,flatterndes" Lenkrad oder ungewohnte Fahrzeugvibrationen insbesondere zwischen Tempo 80 und 120 bemerkbar. Es führt aber in der Regel auch zu ungleichmäßigem Reifenabrieb sowie einem höheren Verschleiß an Reifen und Fahrwerk.

Kontrolle ist wichtig
Schauen Sie sich Ihre gebrauchten Sommerpneus vor der Montage genau an. Sind Lauffläche und Flanken unverletzt? Unregelmäßig abradierte Reifen deuten möglicherweise auf defekte Stoßdämpfer, eine falsche Fahrwerksgeometrie, zu niedrigen Fülldruck oder eine Unwucht der Reifen hin.

Mit richtigem Drehmoment anziehen
Vergewissern Sie sich mit Hilfe Ihrer Fahrzeug-Betriebsanleitung, dass bei der Rädermontage die Radschrauben mit dem vom Hersteller vorgeschriebenen Drehmoment angezogen werden. Dazu benötigt man neben dem normalen Radkreuz einen Drehmomentschlüssel, der die Kontrolle des Anzugsdrehmoments ermöglicht. Zu wenig ist da genauso schädlich wie zu viel. In beiden Fällen können sich nämlich die Radschrauben lösen. Bei zu stark angezogenen Radschrauben werden unter Umständen die selbstsichernden Materialeigenschaften aus der Verbindung von Felge und Radschraube in Mitleidenschaft gezogen.

Korrekter Druck spart Sprit
Zu guter Letzt: Sorgen Sie unmittelbar nach der Montage für den richtigen Reifenfülldruck. Prüfen Sie auch den korrekten Luftdruck des Reserverads, damit es im Ernstfall tatsächlich einsatzbereit ist.

Sommerreifen-Check