Van-Studie soll sich für Arbeit und Freizeit gleichermaßen eignen

Der Nissan Townpod soll Selbstständige ansprechen, bei denen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit fließend sind. Sie benötigen ein Transportmittel, das sich für Arbeit und Freizeit eignet. Nissan vergleicht die neue Van-Studie gerne mit einem weißen T-Shirt: Es wirkt niemals protzig und lässt sich gut in der Freizeit tragen. In Kombination mit einem schwarzen Sakko ruft es aber auch bei Geschäftskunden kein Naserümpfen hervor.

Weißer Lack mit blau leuchtenden Elementen
Passend zur T-Shirt-Analogie ist der Townpod weiß lackiert. Einige Elemente leuchten aber in Blau, was auf den Antrieb hinweisen soll. Die Studie besitzt den gleichen Elektroantrieb wie der Nissan Leaf. Wie bei diesem liegt auch hier der Ladeanschluss hinter einem Ausklappteil in der Front. Dieses Teil ist blau lackiert, genauso wie die Bereiche hinter den Türgriffen, der Bereich des Nummernschilds, Stellen an den Alufelgen und in den Scheinwerfergehäusen. Letztere enthalten blaue Elemente, die wie Blütenblätter geformt sind. Sind diese geschlossen, fungieren sie als Positionsleuchten, im geöffneten Zustand leuchten sie die Fahrbahn aus. Ähnlich die Blinker: Sind sie nicht gesetzt, wirken sie durch die silberne Beschichtung wie Reflektoren. Auch die Heckleuchten sind so gestaltet, dass sie tagsüber das Licht reflektieren und bei Dunkelheit nicht nur leuchten, sondern auch funkeln.

Gegenläufig öffnende Türen
Wie etwa beim Opel Meriva öffnen die Seitentüren gegenläufig. Anders als bei dem Serienmodell fehlt jedoch eine B-Säule, was das Einsteigen erleichtern soll. Innovative Scharniere sorgen dafür, dass sich die hinteren Türen auf engstem Raum öffnen. Wie bei einem Transporter gibt es statt einer Heckklappe zwei Hecktüren, die beim Öffnen wie Schiebetüren zur Seite gleiten. Die Rücklichter befinden sich auf der rechten, das Nummernschild auf der linken Seite.

Verschiebbare, superdünne Rückbank
Zur Variabilität des Innenraums trägt die innovative Rücksitzbank bei. Die Bank kann zusammengeklappt und vorgeschoben werden. Besonderheit: Sie ist so dünn, dass sie sich an die Vordersitzlehnen schmiegt wie ein Teelöffel an den anderen. So entsteht eine gut nutzbare Ladezone mit ebenem Boden. Ein ausstellbares Schiebedach direkt oberhalb der Ladezone erlaubt die Mitnahme besonders langer Gegenstände. Sind im Cargobereich abriebfeste blaue Stoffbahnen verlegt, so kommen im Cockpit ein weiches Wildleder-Imitat in Hellgrün zum Einsatz. Das Lenkrad erinnert an das Flight-Yoke von Flugzeugen. Zum Wählen des Vor- und Rückwärtsgangs dient ein versenkbarer Joystick.

Kaum Hebel
Im Cockpit fallen die vielen glatten Flächen auf. Statt Schaltern und Hebeln hat die Studie zwei Touchscreen-Monitore. Der obere informiert über die Geschwindigkeit, den Batterie-Ladezustand und die Rest-Reichweite. Der untere umfasst die Funktionen von Navigations- und Audiosystem. Das Navi lässt sich drahtlos per Bluetooth mit dem Taschencomputer (PDA, Personal Digital Assistant) des Fahrers vernetzen. Dank Vernetzung mit dem Terminkalender des PDA weiß das Navi, wohin die Reise gehen soll und wann der Fahrer dort sein muss. So kann das Navi den gesamten Arbeitstag planen, wobei auch die Batterieladung berücksichtigt wird: Das System ermittelt die ideale Zeit und eine geeignete Station zum Aufladen.

Ein Puck für den Kleinkram
Genauso wie mit dem PDA kann sich der Townpod auch mit der persönlichen Musiksammlung vernetzen – egal ob sie auf dem Smartphone, einem Bluetooth-fähigen MP3-Player oder auf einem anderen Gerät gespeichert ist. Als Halter für das Elektronikgerät soll der so genannte Puck dienen. Dabei handelt es sich nicht um eine Eishockey-Scheibe, sondern um einen Gummiball in der Größe eines Squash-Balls mit einer Kerbe. In diesen Ausschnitt passen so unterschiedliche Dinge wie ein Getränkehalter, ein Handy-Ständer oder ein Haken für die Handtasche. Der Puck wird in eine von den Mulden eingesetzt, die sich über Armaturenbrett, Türen und Mittelkonsole erstrecken.

Praktisch wie ein T-Shirt