Leistung steigt von 485 auf 530 PS – bei verringertem Verbrauch

Knapp drei Jahre nach seinem Debüt erhält der Nissan GT-R mehr Leistung bei weniger Verbrauch, Modifikationen an Karosserie, Fahrwerk und Innenraum sowie ein minimales Facelift.

45 PS mehr
Die Leistung des Biturbo-V6 stieg von 485 auf 530 PS bei 6.400 U/min. Damit lässt der Nippon-Bolide nun auch den 500 PS starken Porsche 911 Turbo hinter sich. Analog wurde das maximale Drehmoment von 588 auf 612 Newtonmeter im Bereich von 3.200 bis 6.000 U/min angehoben. Ein neuer Katalysator und eine andere Motorsteuerungselektronik sorgen dafür, dass der GT-R die US-amerikanischen SULEV-Abgasstandards erfüllt. Durch Modifikationen von Ladedruck, Ventilsteuerzeiten und der Zusammensetzung des Kraftstoff-Luft-Gemischs konnte außerdem der Verbrauch gesenkt werden, allerdings fehlen nach europäischem Standard gemessene Werte. Bisher benötigte der GT-R 12,4 Liter auf 100 Kilometer – während der stärkere Porsche 911 Turbo mit 11,6 Liter auskommt.

Auch Getriebe und Fahrwerk verändert
Zum niedrigeren Verbrauch trägt auch ein neuer Save-Modus des sechsstufigen Doppelkupplungsgetriebes bei, der auf langen Autobahnetappen das Schaltverhalten optimiert. Die Federraten, Stoßdämpfer und Stabilisatoren an der Vorderachse wurden ebenfalls modifiziert, außerdem wurde der Nachlaufwinkel vergrößert, was die Fahrstabilität erhöht. An der Hinterachse wurde die Höhe des Rollzentrums verringert, um die Traktion der Reifen in Kurven zu steigern und dem Fahrer ein direkteres Fahrgefühl zu vermitteln. Der neue GT-R bekommt zudem neue Aluräder. Sie haben neue blau-schwarze Chromoberflächen mit einem speziellen Glanzeffekt.

Sehr dezentes Facelift
Außerdem gibt es sehr dezente optische Modifikationen. Sie ließen den cW-Wert von 0,27 auf 0,26 sinken und der Anpressdruck vorn wie hinten stieg um zehn Prozent. Der neu gestaltete vordere Stoßfänger erhält große LED-Tagfahrleuchten. Der untere Lufteinlass wird nun ein Stück über den massiven Querbalken nach oben gezogen. Beim hinteren Stoßfänger wurde der untere Bereich stärker ausgeformt und die Endrohre sind etwas größer. Sechs Außenfarben stehen für den GT-R zur Verfügung, darunter neue Perleffekt-Farben in Schwarz und Blau.

Aufgewertetes Interieur
Im Innenraum gibt es neue Materialien, etwa an der Armaturentafel oder am Navi-Display. Die Instrumente in der Mittelkonsole bekommen einen Karbon-Überzug, während Schalter und Regler ein mattschwarzes Finish erhalten. Auch die Haptik des GT-R-Emblems auf dem Lenkrad und die Beschichtung der Schaltwippen wurde geändert. Die Chromeinfassungen an der Mittelkonsole und an den Lüftungsdüsen der Klimaanlage sind nun schwarz beschichtet. Die Sitze der Premium Edition sollen jetzt mehr Komfort bieten. Markteinführung der neuen Version in Japan ist am 17. November 2010, der weltweite Vertrieb beginnt im Februar 2011. Zum Preis hat Nissan noch nichts mitgeteilt. Bisher war der GT-R ab 83.500 Euro zu haben und damit sogar günstiger als der nur 345 PS starke Porsche 911 für 85.538 Euro.

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