Vor der Automesse in Shanghai gibt es bereits die ersten Details

Seit 2003 sind die BMW Group und der chinesische Autohersteller Brilliance Joint-Venture-Partner. Acht Jahre später präsentiert das gemeinsame Unternehmen BMW Brilliance Automotive den Prototyp einer Plug-in-Hybrid-Limousine. Das Fahrzeug basiert auf der Langversion des Fünfer-BMW, die in Shenyang für den chinesischen Markt produziert wird. Schon vor der Automobilmesse in Shanghai (21. bis 28 April 2011) gewährt der Hersteller einen ersten Blick auf das Auto.

Basis ist die Langversion des Fünfers
Der Prototyp ist als Parallel-Hybride ausgelegt. Die Eigenschaften des Fahrzeugs orientieren sich laut Hersteller an den Anforderungen des chinesischen Automobilmarkts. Die Serienproduktion soll 2013 im Reich der Mitte beginnen.

Insgesamt 313 PS
Kombiniert werden ein Elektromotor mit 70 kW (95 PS) und ein 218 PS starkes Verbrennungstriebwerk, das von einem BMW TwinPower-Turbo aufgeladen wird. Welcher konventionelle Motor im Hybriden steckt und was für die Serie geplant ist, war BMW vor der Messe in Shanghai nicht zu entlocken. In China werden im langen Fünfer bislang nur Reihensechszylinder-Benziner mit 2,5 und drei Liter Hubraum eingesetzt. Das Top-Modell ist der 306 PS starke 535 Li mit turboaufgeladenem Dreiliter-Aggregat. Der Hybride erhält vermutlich ein kleineres Triebwerk, vielleicht sogar einen Vierzylinder.

Im Elektrobetrieb 75 Kilometer Reichweite
Die Reichweite im rein elektrischen Betrieb gibt BMW mit bis zu 75 Kilometer an. Voraussetzung dafür ist allerdings eine konstante Geschwindigkeit von 60 km/h, die vermutlich auch im chinesischen Alltagsbetrieb wenig realistisch sein dürfte. Der Elektromotor bezieht seine Energie aus einem Hochvoltakku, welcher im Gepäckraum integriert ist und über das Stromnetz aufgeladen werden kann. Eine Mindestreichweite von 400 Kilometer soll der Verbrennungsmotor sicherstellen.

Elektroautos für China
Der Hybrid-Fünfer ist laut BMW ein Bestandteil einer Elektromobilitäts-Strategie für China. Ziel ist die Entwicklung eines ,New Energy Vehicle" für das asiatische Land. Zur Strategie gehört auch ein deutsch-chinesisches Forschungsprojekt für Elektromobilität. Hierbei kooperiert BMW mit der Tongji-Universität in Shanghai. Aus der Zusammenarbeit entsprang bereits ein rein elektrisch betriebener Fünfer-BMW.

Feldversuche weltweit
Im Feldversuch befinden sich außerdem der Mini E und der kürzlich vorgestellte ActiveE auf Basis des BMW Einser Coupé. Der Mini E wird seit Anfang 2011 auch in Peking und Shenzen erprobt. Der Einser soll im Lauf des Jahres 2011 zu Testfahrten in China starten.

Langer Hybrid-Fünfer