Bis auf Schienen fahren kann der Halo Intersceptor alles

Ideen zu versponnenen Flugautos gibt es jede Menge. Aber der britische Designer Phil Pauley hat mehr im Blick: Sein Halo Intersceptor soll als Sportwagen, Flugzeug, Helikopter und Yacht unterwegs sein. Dabei handelt es sich nicht um ein transformierbares Fahrzeug, sondern um ein Grundsystem, an das die verschiedenen Flug- beziehungsweise Schiffsmodule angeschlossen werden können. Das Basisfahrzeug heißt Intersceptor, sein Flugzeugmodul nennt sich Halo 120°, der Helikopter-Anbau wird als Halo 46° bezeichnet und das Yacht-System trägt den Namen Halo 22°.

Intersceptor: Optimistisch geplant
Der Halo Intersceptor soll laut Pauley die ultimative Verkehrslösung sein. Sämtliche verfügbaren Verkehrsräume werden für den Transport genutzt. Dabei ist das Basissystem Intersceptor als Sportwagen ausgelegt: Wenn es nach seinem visionären Entwickler geht, spurtet das Hybridfahrzeug in 2,3 Sekunden von null auf 100 km/h und ist maximal 500 km/h schnell. Die Reichweite des 4,35 Meter langen Gefährts soll bei gut 1.100 Kilometer liegen. Der Sportler ist 1,20 Meter flach und 2,10 Meter breit.

Der Jet: Halo 120°
Das Flugmodul des Halo-Bausatzes macht aus dem Sportwagen einen veritablen Jet, der 21,4 Tonnen auf die Waage bringt. Zwei riesige Pratt-&-Whitney-Turbinen mit einem Schub von je 79,6 Kilonewton sollen den 9,50 Meter langen Flieger in die Luft befördern. Die Spannweite des Halo 120° gibt Pauley mit 14,50 Meter an, die Höhe liegt bei 5,22 Meter. Der Jet soll zweifache Schallgeschwindigkeit erreichen und einen Operations-Radius von 2.140 Kilometer schaffen.

Der Hubschrauber: Halo 46°
Sein Helikopter-Modul preist Pauley als Maschine zum Zeit- und Energiesparen an. Das Fluggerät ist 10,10 Meter lang, 2,70 Meter hoch, wiegt 2.270 Kilogramm und wird von einem 5,50-Meter-Rotor in den Himmel geschraubt. Als Höchstgeschwindigkeit sieht der Designer 185 Knoten (343 km/h) vor, die Reichweite soll über 800 Kilometer liegen. Zwei Piloten und zwei Passagiere finden im Halo 46° Platz.

Die Yacht: Halo 22°
Auch im Wasser fühlt sich Pauleys Intersceptor wohl – vorausgesetzt, er ist ans Yacht-System Halo 22° gekoppelt. Dann wird der Sportwagen zu einem dynamischen Boot mit geschlossenem Cockpit. Die Yacht erstreckt sich über eine Länge von 11,15 Meter, ist 3,00 Meter hoch und maximal bis zu 63 Knoten (117 km/h) schnell. Die Reisegeschwindigkeit soll bei 38 Knoten (64 km/h) und die Reichweite bei gut 2.200 Kilometer liegen. Phil Pauleys Gesamtkonzept mag extrem durchgeknallt wirken, aber der Desinger selbst ist zutiefst davon überzeugt, dass die Autokonzerne in absehbarer Zukunft seine Idee aufnehmen werden.

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