GTÜ verglich die Wintertauglichkeit von acht Starterbatterien

Ein Fahrzeug mit einer älteren Batterie kann sich im Winter schnell zum ,Stehzeug" entwickeln. Es gibt in der kalten Jahreszeit kaum etwas Ärgerlicheres, als einen Termin oder den Arbeitsbeginn wegen eines ausgezehrten Akkus zu verpassen. Spätestens dann sollte man sich einen neuen Stromspender besorgen. Doch welchen kaufen? Die Gesellschaft für Technische Überwachung, kurz GTÜ, will eine Orientierung geben und hat acht Starterbatterien auf Herz und Nieren getestet. Auf dem Prüfstand standen Blei-Batterien im Bereich von 70 bis 72 Ampere-Stunden. Akkus dieser Kapazität werden besonders häufig in Kleinwagen und Kompaktmodellen eingesetzt, etwa in VW Golf oder Opel Astra.

Sonnenschein siegt
Sieger des GTÜ-Tests ist die Batterie Power Plus von Sonnenschein für 99 Euro, die gleich in vier Testdisziplinen mit Bestwerten abschnitt. Der zweitplazierte Akku Premium Superior Power von Exide für 95 Euro punktete mit der besten Kapazität und der höchsten Anzahl von Entladezyklen. Mit durchweg guten Ergebnissen überzeugte die Moll-Batterie M3 plus K2 zum Preis von 130 Euro. Verlierer des Tests ist die Batterie mit dem ,kältesten" Markennamen: Die Arktis High-Tech für 126 Euro erhielt die geringste Punktzahl.

Kein Kandidat erreicht Nennkapazität
Die GTÜ bezeichnet die Ergebnisse der Einzeltests als ,mitunter ernüchternd". Keine der Batterien erreichte nach der vollständigen Erstladung die angegebene Nennkapazität von 70 bis 72 Ampere-Stunden (Ah). Der beste Testkandidat, die Exide-Batterie, erreichte 92 Prozent und damit 66 Ah. Dicht darauf folgt das Modell von Moll mit 64 Ah. Wiederum das schlechteste Ergebnis lieferte die Batterie von Arktis, die nur auf 54 Prozent kam: statt 70 stellt sie im Test nur 38 Ampere-Stunden bereit.

Kaltstart als Härtetest
Laut GTÜ schnitten die Batterien bei Kälte besser ab. Bei eisigen Temperaturen bis Minus 20 Grad Celsius entpuppte sich die Batterie der Marke Sonnenschein mit 16 möglichen Kaltstartversuchen als Testsieger. Auf das als ,besonders wintertauglich" eingeschätzte Produkt folgte der Akku von Moll, der 14 kräftezehrende Kaltstarts schaffte. Die Arktis-Batterie erwies sich als vergleichsweise saftlos und hielt nur sieben Kaltstarts lang durch. Auch in puncto Lebensdauer bescheinigte die GTÜ dem Testkandidaten von Sonnenschein die besten Werte. Moll, Max Bahr, Varta und Bosch Silver überzeugten hier ebenfalls.