Speziell präparierte Fahrzeuge von ,Sport" bis ,Offroad"

Die Autoshow der SEMA (Specialty Equipment Market Association) ist Nordamerikas größte Messe für den Tuning- und Zubehörmarkt. Speziell präparierte Fahrzeuge stehen hier im Mittelpunkt. Auch Toyota USA stellt auf der 2010er-Ausgabe (2. bis 5. November) verschiedene aufgemotzte US-Modelle vor.

RK Collection Toyota Camry NASCAR Edition
Die Verbindung zwischen Toyotas Engagement in der US-Rennserie NASCAR und den Serienfahrzeugen soll der ,RK Collection Toyota Camry NASCAR Edition" verdeutlichen. RK Collection, kurz RKC, gehört Rob Kauffman, dem Miteigentümer des NASCAR-Teams Michael Waltrip Racing. Ziel war der Bau eines straßenzugelassenes Fahrzeugs mit einem Motor aus der Rennserie: Die V8-Maschine mit zirka 5,9 Liter Hubraum hat rund 690 PS. Eine neue Abgasanlage sorgt für den Sound. Die Limousine wurde in einen Zweitürer verwandelt und bekam ein RKC-Bodykit sowie 20-Zoll-Räder. An der Vorderachse sorgen 245er-Reifen für Grip, hinten erledigen den Job 285er-Pneus. Für das Fahrverhalten ist unter anderem ein Gewindefahrwerk mit individuell einstellbaren Dämpfern zuständig. Innen gibt es Lederverkleidungen, ein Audiosystem, Sportsitze, eine Klimaanlage und einen Überrollkäfig.

Tacoma X-Runner RTR
Der Tacoma X-Runner trägt den Zusatz ,RTR". Das steht für ,Ready to race", also ,bereit, Rennen zu fahren". Für Vortrieb sorgt ein 5,7-Liter-V8 aus dem Toyota Tundra. Mit einem Kompressor aus dem Programm von Toyota Racing Development (TRD) generiert der Motor 511 PS und 745 Newtonmeter Drehmoment. Die Kraftübertragung übernimmt eine Sechsgangautomatik. Zudem wurde dem Pick-up ein mechanisches Sperrdifferenzial spendiert. Die Karosserie des Tacoma blieb weitestgehend unangetastet. Felgen und Bereifung wurden dagegen für den Dragstrip optimiert. Überflüssiges Interieur flog zum Gewichtsparen aus dem Cockpit. Eingebaut wurde dafür ein Überrollkäfig.

4Runner Backcountry
Auf der Basis des in den USA beliebten Modells 4Runner baute das US-Offroadmagazin Four Wheeler ein Projektauto namens ,Backcountry". Das Fahrzeug für den Einsatz im ,Hinterland" wurde rund 6,5 Zentimeter höhergelegt und mit speziellen Reifen sowie teflonbeschichteten Felgen ausgestattet. Die serienmäßige Differenzialsperre wurde um eine Vakuum-Sperre für die Vorderachse ergänzt. Zu den weiteren Features gehören ein Bullenfänger, eine Seilwinde, ein Dachträger, ein Wassertank samt Dusch- und Spülmöglichkeit, ein Unterfahrschutz, ein Funkgerät und ein GPS-System.

Sienna Swagger Wagon Supreme
Zusammen mit den Tunern von B.A.D. Company modifizierte der japanische Hersteller den in den USA als Minivan klassifizierten Sienna SE. Das um 1,11 Meter verlängerte Fahrzeug heißt ,Swagger", was auf Deutsch so viel wie ,Aufschneider" bedeutet. Der Swagger wurde mit einem Acryldach, 20-Zoll-Felgen, einem Heckspoiler, grifflosen Schiebetüren sowie einem Luftfahrwerk ausgestattet. Die Tieferlegung beträgt 16,5 Zentimeter. Der Van soll als funktionales Familientransportmittel dienen und alternativ für ,Elternabende ohne Kinder" taugen. Dies zeigen beispielsweise die Polster, die auf der einen Seite einen ,Erwachsenenlook" aufweisen, sich gewendet durch andere Farben an Kids richten. Für den Sitzkomfort sollen ,Captain"-Sessel sorgen – einer weist eine Massagefunktion auf. Zur Ausstattung gehören ein ausklappbarer Tisch, ein Kühlschrank, ein Parkettboden sowie eine Entertainmentanlage inklusive Spielkonsole. Bei der Gestaltung des Vans bezog Toyota im Vorfeld der Messe Nutzer der Internet-Community Facebook mit ein.

Tundra Sportsman
Der Tundra Sportsman ist ein Jagdmobil, das zusammen mit der Firma Bass Pro Shops entstand. Basis ist der Tundra Double Cab 4x4 Pick-up. Als Antrieb dient ein 5,7-Liter-V8. Wasserdurchfahrten sollen dank Höherlegung, einer Luftansaugung mit Schnorchel sowie einem geänderten Abgassystem leichter fallen. Die teflonbeschichteten 18-Zoll-Felgen wurden mit speziellen Geländereifen bezogen. Zur Ausrüstung gehören eine Wetterstation, GPS, Schalensitze, ein Soundsystem mit wetterfesten Außenlautsprechern, eine Jagdwaffenausstattung von Pfeil und Bogen bis zu Gewehren sowie eine Möglichkeit zur Zubereitung des Erlegten. Auf dem Pick-up dient eine Plattform als Untergrund für ein Zweimannzelt oder für einen getarnten Unterstand zur Jagd.

Yaris GT-S Club Racer
Der Yaris GT-S Club Racer soll an die Celica GT-S der 1980er und 1990er erinnern. Toyota überließ den Umbau dem US-Magazin SportsCar. Das Fahrzeug stammt aus dem Jahr 2006 und wurde in ein echtes Rennfahrzeug verwandelt. Verschiedene Maßnahmen steigern die Motorleistung von 107 auf 147 PS. Motorhaube und Heckklappe bestehen aus Karbon. Außerdem wurden Kotflügel sowie Seiten- sowie Heckfenster ausgetauscht. Das Gewicht wurde um 180 Kilogramm gesenkt. Unter anderem wurden ein Notausschalter und ein Feuerlöschsystem eingebaut. Der kleine Racer rollt auf 13-Zoll-Felgen mit Slickreifen.

Prius C&A Custom Concept
Mit dem Prius C&A Custom Concept will die japanische Toyota-Division ,Conversions and Accessories" (C&A), zu Deutsch ,Umbauten und Zubehör", zeigen, wie sportlich man das biedere Hybridauto Prius machen kann. Die Japaner verwenden Kohlefaser für die Seitenschürzen, den Frontspoiler, Kotflügel, die Motorhaube, das Dach, die Heckklappe, den Heckspoiler, die hintere Schürze und Zierteile. Darüber hinaus gibt es ein Kamerasystem, getönte Heckleuchten und beleuchtete Markenembleme vorn und hinten. Ein Sportfahrwerk legt den Prius um 15 Zentimeter tiefer. Die neuen 17-Zoll-Felgen werden mit 215er-Reifen kombiniert. Im Innenraum wurde der sportliche Prius ausgiebig mit Alcantara verkleidet und bekam Zusatzinstrumente sowie ein Navigationssystem. Fahrer und Beifahrer sitzen auf Recaro-Sportsitzen. Mit dem Fahrzeug feiert Toyota das zehnjährige Jubiläum des Prius in den USA.

Prius Plus Performance Package
Zu guter Letzt zeigt der japanische Hersteller das Prius Plus Performance Package. Es beinhaltet ein neues Aerodynamik-Kit aus Front- und Heckschürze sowie Seitenschwellerverkleidungen. Dazu gibt es 17-Zoll-Felgen mit 215er-Niederquerschnittreifen. Sportfedern rundum und ein Querstabilisator hinten sollen das Handling verbessern. Das Performance Package wird in den USA ab April 2011 angeboten und markiert den Start einer als ,Plus" bezeichneten Zubehörmarke.

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