Neue Generation teilt sich keine Karosserieelemente mehr mit dem Golf

Volkswagen präsentiert den neuen Jetta. Die bisher Baureihe ist mit 9,6 Millionen verkauften Einheiten weltweit präsent und besonders in den USA ein Bestseller. Bisher oft als Stufenheck-Golf tituliert, emanzipiert sich das Auto nun vom Stammvater. Der neue Jetta teilt sich fortan keine Karosserieelemente mehr mit dem Golf. Er soll ein ebenso eigenständiger Typ werden wie etwa ein CC oder Tiguan, so VW. Diese Formulierung legt dennoch große Ähnlichkeiten mit dem Stammmodell nahe, da der Passat CC sich vom Passat ableitet und der Tiguan vom Golf. Das Auto orientiert sich optisch deutlich an der Anfang 2010 in Detroit vorgestellten Studie NCC. Der Wagen wächst um neun Zentimeter auf 4,64 Meter Länge, der Radstand nimmt um sieben Zentimeter zu.

Sechs Motoren für Europa
In Europa startet der Jetta 2011 mit sechs Motoren. Auf der Benzinerseite sind dies der 1.2 TSI mit 105 PS, der 1.4 TSI mit 122 oder 160 PS und der 2.0 TSI mit 200 PS. Hinzu kommen der 1.6 TDI mit 105 PS und der 2.0 TDI mit 140 PS. Bis auf das Basisaggregat können alle Motoren mit Doppelkupplungsgetriebe ausgerüstet werden – bei den TDIs und dem 200-PS-Benziner handelt es sich um das Sechsgang-DSG, bei den schwächeren TSI-Motoren um das Siebengang-DSG. Alle Versionen erfüllen die Euro-5-Norm.

Zwei Spritspar-Versionen
Der 1.2 TSI und der 1.6 TDI werden mit dem BlueMotion-Technology-Spritsparpaket ausgestattet. Dazu gehören ein Start-Stopp-System und eine Bremsenergierückgewinnung. Der 1.2 TSI BlueMotion Technology verbraucht laut VW 5,3 Liter auf 100 Kilometer – das sind über zwei Liter weniger als der noch aktuelle Jetta 1.6 mit 102 PS benötigt. Die zweite BlueMotion-Technology-Version begnügt sich sogar mit 4,1 Liter, was immerhin noch 0,6 Liter weniger als beim aktuellen Jetta 1.6 TDI mit 105 PS sind. Die Ausstattungen heißen wie bisher Trendline, Comfortline und Highline. Auch das Interieur soll bis in den letzten Winkel neu sein. Erstmals können Käufer die Innenraumapplikationen zur Individualisierung einfach vom Händler austauschen lassen.

Vier Motoren in Nordamerika
In den USA und Kanada werden drei Benziner und ein Diesel angeboten. Die neue Einstiegsmotorisierung hat 115 PS. Außerdem gibt es auf der Ottomotoren-Seite einen 170 PS starken 2,5-Liter-Motor und den auch in Europa angebotenen 2.0 TSI mit 200 PS im Jetta GLI. Hinzu kommt der 140 PS starke 2.0 TDI Clean Diesel mit NOx-Speicherkat. Alle Motoren werden serienmäßig mit Schaltgetriebe angeboten, optional gibt es Automatik oder – im Fall des 2.0 TDI und 2.0 TSI – ein Sechsgang-DSG. Die amerikanische Version des Jetta besitzt ein spezielles Fahrwerk. Serienmäßig sind ESP und eine Reifendruckkontrolle an Bord. Die US-Ausstattungsvarianten S, SE, SEL und TDI wurden überarbeitet. Die Grundversion startet zu Preisen ab 15.995 US-Dollar, umgerechnet knapp 13.000 Euro. Die Europa-Preise werden erst zum Bestellstart in den jeweiligen Ländern festgelegt. Messepremiere dürfte das Auto auf dem Pariser Salon (2. bis 17. Oktober 2010) feiern.

Neuer VW Jetta