Volkswagen betont bei der Weltpremiere die Verbundenheit mit China

Es ist brechend voll hier am Bund, der Uferpromenade in Shanghai. VW hat einen gigantischen Pavillon direkt an das Ufer des Huangpu-Flusses gebaut, um eine Weltpremiere zu feiern: den Beetle. Der Wagen beerbt den New Beetle, der seit Oktober 1997 angeboten wird und inzwischen über eine Millionen Käufer gefunden hat. Der New Beetle gehörte zu den ersten Autos, die schon weit vor dem Marktstart durch das Internet bekannt wurden. Und er setzte voll auf Retro-Design. Dies ist bei seinem nun vorgestellten Nachfolger, dem Beetle ohne ,New", genauso. Aber der zweite Käfer-Erbe soll ,sportlicher, dynamischer und maskuliner" sein, so VW-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg.

Weiterentwicklung einer Ikone
Für Volkswagen geht es beim Beetle um die Weiterentwicklung einer Ikone. So macht VW-Chef Martin Winterkorn klar, dass das Auto 2011 seinen 125sten Geburtstag feiert – Carl Benz erwähnt er allerdings nicht. Aber er weist darauf hin, dass der Käfer das wohl berühmteste Automobil aller Zeiten ist. Und Winterkorn erwähnt, dass China zu VW gehört wie der Beetle. Der chinesische Markt sei das ,neue Gravitationszentrum der Autoindustrie." Der VW-Chef gibt einen Ausblick auf die Zukunft: ,Wer an der Spitze ist, muss mehr leisten als der Wettbewerb." So wollen die Wolfsburger in China die Elektromobilität vorantreiben und ab 2013/2014 Elektroautos in China für den chinesischen Markt bauen. Der VW Lavida E, ein auf der Plattform des VW Golf IV basierender Wagen, ist 2011 das erste Elektroauto, welches vollständig in China entwickelt wurde. 80.000 neue Job sollen entstehen und schon jetzt beträgt der lokale Anteil bei der VW-Autoproduktion in China zirka 90 Prozent, so Winterkorn. Das Fazit des VW-Chefs: ,Wichtige neue Kapitel der Geschichte des Automobils werden jetzt in China geschrieben."

Neues Original
Dann fährt VW-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg auf die Bühne: in einem VW Käfer mit der Rennnummer 53. Der berühmte Film-Käfer Herbie, der Wände hochfahren und selbst Entscheidungen fällen konnte, soll die Brücke schlagen zu VWs neuestem Spross. Dann fahren endlich zwei Beetle auf die Bühne, einer in unschuldigem Weiß aber mit dickem Heckspoiler, der andere in knalligem Rot. Hackenberg hat recht: Der Wagen ist rein optisch deutlich sportlicher, dynamischer und maskuliner geworden. Den Beetle wird es in drei Ausstattungsversionen geben: Beetle, Design und Sport – für den markanten Heckspoiler des Weißen sind die Top-Motoren veranwortlich. Die Aggregate leisten bis zu 200 PS und lassen sich mit einem Doppelkupplungsgetriebe (DSG) kombinieren. Als besondere Ausstattung steht die Audionlage ,Fender" mit Zehnkanalverstärker und einer Leistung von 400 Watt zur Verfügung. ,Die Zukunft des berühmtesten Automobils der Welt beginnt neu", so Hackenberg.

Im Zeichen des Käfers