Pkws und Lkws sollten am besten versetzt fahren, so der Verkehrssicherheitsrat

Bei Unfällen vor und in Autobahnbaustellen werden alljährlich mehre Tausend Menschen verletzt oder getötet, so der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR). Ein neues Verkehrsschild könnte die Gefahr entschärfen, glaubt der DVR. Es wird derzeit an einigen Autobahnen erprobt und rät, versetzt zu fahren und vor allem Lkws nicht zu überholen. Denn wenn Pkws und Lkws versetzt fahren, wird eine höhere Fahrzeugdichte möglich und das bei erhöhter Sicherheit. Dieses Verfahren sollte man auch wählen, wenn kein Schild dasteht, so der DVR.

Zu hohes Tempo
Plötzliche Spurwechsel vor Baustellenbeginn erhöhen die Unfallgefahr. Wird in einer Baustelle eine Fahrspur aufgelöst, soll man bis an die Verengung heranfahren und sich im Reißverschlussverfahren abwechselnd einordnen. Die häufigste Unfallursache an Autobahnbaustellen ist nicht angepasste Geschwindigkeit. Im Eingangsbereich führt zu schnelles Fahren oft zu Auffahrunfällen und im Ausgangsbereich zum Abkommen von der Fahrbahn. Der seitliche Zusammenstoß mit einem in gleicher Richtung fahrenden Fahrzeug steht in der Unfallstatistik an zweiter Stelle.

Zu dichtes Auffahren
Eine dritte, wichtige Unfallursache ist zu dichtes Auffahren. Der DVR empfiehlt als Abstand mindestens zwei Sekunden. Wenn der Vordermann an einem Verkehrszeichen vorbeifährt, beginnt man langsam mit dem Zählen. Wenn man die beobachtete Stelle erst nach zwei Sekunden oder später passiert, hat man genügend Abstand.