Wichtige Tipps für einen entspannten Urlaub

Jetzt ist es wieder soweit: Die ersten Bundesländer starten in die Sommerferien. Viele Familien fahren mit dem Auto ans Urlaubsziel. Doch damit die Ferienfahrt nicht zum Horror-Trip wird, haben wir für Sie einige wichtige Tipps zusammengestellt.

Reiseplanung im Vorfeld
Bereits vor Fahrtantritt sollte man sich in Ruhe vorbereiten. Wichtige Papiere wie Reisepass, Personalausweis und Führerschein sollten jederzeit griffbereit sein, auch an die Pässe der Kinder sollte man denken. Bei Auslandsreisen nicht minder wichtig sind die Versicherungsunterlagen. Empfohlen wird die Mitnahme der ,Grünen Versicherungskarte". Diese ist zwar innerhalb der EU nicht mehr Pflicht, erleichtert aber die Schadensregulierung. Der so genannte ,Europäische Unfallbericht" ist ebenfalls zu empfehlen. Wichtig: In einigen Ländern nimmt die Polizei nur Unfälle mit Personenschaden auf, das Formular kann bei Blechschäden gute Dienste leisten. Die Reiseroute sollte mit Alternativstrecken geplant werden, hier hilft ein Blick in die gute alte Straßenkarte. Dort kann man auch nach reizvollen Plätzen für die Fahrtpausen schauen. Empfohlen wird, die Abfahrtszeit nicht in die Hauptverkehrszeit zu legen. Zudem sollte man sich nicht übermüdet oder gestresst hinters Steuer setzen.

Das Auto fit machen
Nichts ist unangenehmer, als irgendwo im Ausland eine Autopanne zu haben. Daher sollte man vor Reisebeginn die Technik seines Wagens checken. Einige Dinge können leicht selbst geprüft werden, unter anderem Öl, Kühlflüssigkeit oder die Scheibenwischer. Auch nach dem Reifendruck und funktionierenden Leuchten sollte geschaut werden, ein Paket Sicherungen im Handschuhfach schadet nie. Darüber hinaus bieten viele Fachwerkstätten für kleines Geld eine Überprüfung der Technik an.

Richtig laden
Viele Autofahrer unterschätzen die Gefahren von falsch beladenen Fahrzeugen. Sowohl das Bremsverhalten als auch die Kurvenlage können sich stark ändern. Deshalb gilt: Schwere Sachen immer nach unten packen. Dinge, die während der Fahrt gebraucht werden könnten, nahe der Heckklappe platzieren. In die Dachbox nur leichte Dinge packen, beim Transport von Fahrrädern oder großen Gepäckstücken auf dem Dach sollte man unbedingt auf eine sichere Befestigung achten.

Kinder an Bord
Die meisten Urlauber sind mit Kindern unterwegs. Um deren Bewegungsdrang nachzugeben, empfiehlt sich, genügend Pausen einzuplanen. Faustregel: Pro Stunde ein Stopp und nicht mehr als 500 Kilometer am Tag fahren. Im Wagen Kuscheltiere als Trostspender, sowie Spiele und Malutensilien bereithalten. Auch MP3-Player oder DVDs (sofern technisch möglich) lassen die Zeit schneller vorbeigehen. Von dicken Büchern für kleine Leseratten ist abzuraten: Wenn Kinder nicht regelmäßig aus dem Fenster sehen, wird ihnen übel. Für diesen Fall sollten Spucktüten und Reisekaugummis bereitgehalten werden. Nicht zu unterschätzen ist auch die Mitnahme von Wechselwäsche, wenn etwas danebengeht.

Andere Länder, andere Strafen
Bald könnte manchem Urlauber ein teures Souvenir ins Haus flattern. Ab dem 1. Oktober 2010 sollen deutsche Behörden auch rechtskräftige Bußgeldbescheide aus dem europäischen Ausland vollstrecken können. Bis zu diesem Stichtag sollte man sich jedoch nicht in Sicherheit wiegen. Der Automobilclub AvD weist darauf hin, dass auch Verstöße geahndet werden können, die vorher begangen wurden. Entscheidend sei nicht der Tatzeitpunkt, sondern das Datum, an dem der Bußgeldbescheid ausgestellt wird. Allerdings soll erst ab einer Höhe von 70 Euro vollstreckt werden. Doch das kann schnell gehen: In Italien reichen die Bußgelder fürs Telefonieren ohne Freisprechanlage von 155 bis 624 Euro. In Großbritannien drohen Rasern bis zu 5.834 Euro, während in Dänemark Alkoholsünder bis zu einem Monatsgehalt berappen müssen. Daher sollte man sich im Vorfeld über die Tempo- und Alkohollimits des Urlaubslandes informieren.

Gallery: Sicher in die Ferien