Neuauflage des Retro-Mobils bekommt sportlichen Look

Das historische Vorbild war eines der ersten Weltautos überhaupt. Kein Wunder also, dass VW den Käfer-Enkel parallel in Shanghai, New York und Berlin vorstellt. Der Nachfolger des New Beetle heißt nur noch Beetle, schließlich würde ,neuer New Beetle" auch seltsam klingen. Die Neuauflage soll sich künftig optisch enger am historischen Original orientieren.

Schwierige Designaufgabe
Weil das originale Käfer-Design auch bei seinen modernen Nachfolgern mitschwingt, standen die VW-Designer vor einer besonderen Aufgabe: Die Ur-Silhouette des Käfers sollte sich stärker als beim 1998er Beetle herausarbeiten, speziell im hinteren Bereich scheint das gelungen zu sein. Die Dachlinie verläuft deutlich flacher als bislang, Vorbild hierfür war die Studie Ragster von 2005.

Klar gewachsen
Der neue Beetle ist mit 4,28 Meter um 15 Zentimeter länger als sein Vorgänger. Die Höhe schrumpfte geringfügig auf 1,49 Meter, während die Breite auf 1,81 Meter wuchs. Auch die Spurweiten und der Radstand wurden vergrößert. Vorne ist der Beetle aufgrund des Abschieds vom Kuppeldach etwas flacher geworden, die Innenhöhe sinkt leicht auf 1,04 Meter. Hinten soll sich indes durch die längere Dachpartie ein deutlich besseres Raumgefühl ergeben. Gleichzeitig wächst der Kofferraum von 209 auf 310 Liter, die Rücklehnen können umgeklappt werden.

Neue Mitte
Wichtigstes Element im Cockpit ist nach wie vor der Tacho, um den sich Drehzahlmesser und Tankanzeige gruppieren. In der Mittelkonsole befinden sich Radio, Navigation und die Klimasteuerung. Oben thronen optional Zusatzinstrumente für Öltemperatur, Ladedruck und eine Stoppuhr. Die Frontblende der Instrumententafel ist je nach Ausstattung schwarz, in Wagenfarbe oder in Karbon-Optik gestaltet. Ebenso sind wahlweise neu gestaltete Lenkräder mit verschieden lackierten Speichen zu haben. Ähnlich wie im Ur-Käfer gibt es auf der Beifahrerseite ein zusätzliches Handschuhfach, dessen Deckel nach oben klappt. Serienmäßig ist ein CD-Radio an Bord, Musikfans bekommen gegen Aufpreis ein Soundsystem der legendären Gitarrenmarke Fender mit zusätzlicher Bassbox und 400 Watt Ausgangsleistung. Zu den neuen Optionen gehören auch Bi-Xenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht, ein Panoramadach und ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem. Angeboten wird der Beetle in den Varianten ,Beetle", ,Design" und ,Sport".

Kraft im Käfer
Während der Beetle-Opa noch mit 50 PS auskommen musste, erhält sein Enkel wahlweise fünf aufgeladene Motoren, davon drei Benziner und zwei Diesel. Alle Aggregate können auf Wunsch mit einem Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden. Auf der Ottoseite stehen TSI-Aggregate mit 105, 160 und 200 PS bereit. Die beiden Modelle mit den stärkeren Motoren erkennt man an einem Heckspoiler, der auf der Oberseite stets schwarz lackiert ist. Zusätzlich erhalten sie die elektronische Differenzialsperre XDS.

Marktstart im Herbst 2011
Der 200-PS-Beetle rennt maximal 225 km/h, während der 105-PS-TSI nur 5,5 Liter Kraftstoff verbrauchen soll. Noch sparsamer sind die beiden TDI mit 105 und 140 PS. Hier soll die kleine Maschine inklusive BlueMotion-Technology-Maßnahmen lediglich 4,3 Liter Diesel auf 100 Kilometer konsumieren. In Europa kommt der Beetle zwischen Oktober und November 2011 auf den Markt, Preise hat VW noch nicht bekannt gegeben. Diese begannen bislang bei rund 17.500 Euro.

Gallery: Sportlicher Käfer-Enkel