Elektrohilfe zur Verbrauchssenkung vorgestellt

Ein niedriger Verbrauch ist das Gebot der Stunde, auch bei General Motors (GM). Die GM-Marke Buick zeigt auf der Auto Show in Los Angeles (19. bis 28. November 2010) die Limousine LaCrosse mit neuer ,eAssist"-Technologie.

Insignias großer Bruder
Europäische Betrachter fühlen sich beim Anblick des Buick LaCrosse an einen verlängerten Opel Insignia erinnert und das nicht zu unrecht. Der LaCrosse teilt sich mit dem Insignia die Epsilon-II-Plattform des GM-Konzerns. Der Buick ist aber mit fünf Meter um 23 Zentimeter länger als der Rüsselsheimer, beim Radstand von 2,84 Meter beträgt das Plus elf Zentimeter. Die neue eAssist-Technik soll beim LaCrosse mit 2,4-Liter-Benziner zum Einsatz kommen. Der mit einer Sechsstufen-Automatik verbundene Vierzylinder erhält für die Zukunft elektrische Unterstützung.

Sparsam mit Strom
Das eAssist-System besteht aus einem Motorgenerator, der sich an der Stelle der Lichtmaschine befindet und einer Lithium-Ionen-Batterie. Die insgesamt 29 Kilogramm schweren Akkus sind zwischen Rückbank und Kofferraum montiert, weshalb dessen Volumen auf 307 Liter schrumpft. Dennoch können die hinteren Lehnen umgeklappt werden. Die Spannung des Energiespeichers beträgt 115 Volt, die Speicherkapazität 0,5 Kilowattstunden. Nach Angaben von Buick kann durch Nutzung der Bremsenergie bis zu 15 Kilowatt in die Batterie gespeist werden. Der Elektromotor unterstützt mit bis zu 11 Kilowatt (15 PS) beim Gas geben, auch ein Start-Stopp-System ist an Bord. Neben diversen aerodynamischen Maßnahmen wird die Benzinzufuhr beim Verringern des Tempos ,aggressiv" gekappt. Sollte der Fahrer wieder beschleunigen, unterstützt dabei der Elektromotor.

Unter dem Strich
Als Resultat der Maßnahmen verspricht Buick eine 25-prozentige Kraftstoffeinsparung. Auf dem Highway sollen 6,3 Liter auf 100 Kilometer anfallen, in der Stadt 9,4 Liter. Zum Vergleich: Der konventionelle LaCrosse 2.4 schluckt 7,8 beziehungsweise 12,3 Liter. Den Preis für den LaCrosse mit eAssist beziffert Buick mit gut 30.000 US-Dollar, das sind umgerechnet rund 22.000 Euro.

Elektro-Unterstützung