Citroën Berlingo Electrique beendet Rekordfahrt über 14.000 KiIometer

Das nennt man mal einen ordentlichen Härtetest: Das französische Lehrerpaar Géraldine Gabin und Xavier Chevrin hat mit einem fast serienmäßigen Citroën Berlingo Electrique ,powered by Venturi" die Strecke zwischen Shanghai und Paris ohne Begleitfahrzeug zurückgelegt. Die einzige Panne war ein Reifenschaden.

Start auf der Expo 2010
Am 3. Mai 2010 war das Paar auf der Weltausstellung in Shanghai aufgebrochen, auf den Spuren der ,Croisière Jaune", der ,Gelben Kreuzfahrt". Das war die erste erfolgreiche Durchquerung Asiens mit dem Automobil durch eine Citroën-Expedition 1931-32 mit Halbkettenfahrzeugen entlang der historischen Seidenstraße, allerdings Richtung China. Am 13. Juli 2010 trafen die Abenteurer abends auf der Place Vendôme in Paris ein.

Über Stock und Stein
Die Route führte in 55 Tagesetappen zwischen 300 und über 400 Kilometer durch China, Kasachstan, Russland, die Ukraine, Polen, Tschechien, Deutschland und Frankreich – insgesamt rund 14.000 Kilometer, die weiteste je in einem Serien-Elektroauto zurückgelegte Reise. Gabin und Chevrin durchquerten die Wüste Gobi und durchstanden Sandstürme, erreichten bei der Überquerung der Tian-Shan-Gebirgskette auf verschneiten Pässen Höhen über 3.000 Meter und meisterten die teils mörderischen Pisten Kasachstans und der russischen Steppen – alles auf eigenen Rädern und auf eigene Faust. Aufgeladen wurde das Vehikel der Franzosen an 380-Volt-Steckdosen, die ihnen laut Citroën von ,gastfreundlichen Menschen in den Steppen Zentralasiens" angeboten wurden.

Fast im Serienzustand
Der Berlingo Electrique ,Powered by Venturi" der beiden Abenteurer entsprach weitestgehend dem Modell, das vor einigen Monaten eine Ausschreibung der französischen Post gewonnen hat und zurzeit in einer Serie von über 1.000 Exemplaren entsteht. Zusätzlich zum einzelnen Batteriepack unter der Motorhaube des Serienfahrzeugs, das eine Reichweite von rund 120 Kilometern sicherstellt, waren im orangefarbenen Expeditionsfahrzeug zwei weitere identische Nickel-Sodium-Chlorid-Batteriepacks im hinteren Teil des Wagens eingebaut, wo auch einige Ersatzteile und die Ausrüstung untergebracht waren. Insgesamt dreimal 23,5 Kilowattstunden Batteriekapazität ergaben eine theoretische Reichweite von 360 Kilometern. Die Leistung des Elektromotors betrug 42 Kilowatt, ein maximales Drehmoment von 180 Newtonmeter stand zur Verfügung. Maximal war eine Spitze von 110 km/h möglich.

Bildergalerie: Von Shanghai nach Paris