Bei Unfallflucht drohen Geldbuße und Führerscheinentzug

Der ADAC weist darauf hin, dass ein kleiner, selbst verschuldeter Parkrempler eine große Wirkung erzielen kann. Wer sich einfach von der Unfallstelle entfernt, begeht Unfallflucht, so der Automobilclub. Bestraft wird das mit einer Geldstrafe, Punkten in Flensburg sowie Führerscheinentzug.

Kurvenkratzen ist eine Straftat
Nach Angaben des ADAC reicht es nicht aus, einen Zettel mit dem Unfallhergang und der Adresse zu hinterlassen. Wer einfach die Kurve kratzt, ohne auf den Fahrer des beschädigten Fahrzeugs zu warten oder die Polizei zu rufen, begeht Unfallflucht. Das Strafmaß hierfür richtet sich nach der Höhe des entstandenen Fremdschadens. Ist der Schaden maximal 600 Euro groß wird das Verfahren meist gegen eine Geldauflage eingestellt. Bei bis zu 1.200 Euro drohen ein Monatsgehalt Geldstrafe, sieben Punkte in Flensburg und maximal drei Monate Fahrverbot. Wird die 1.200-Euro-Marke überschritten, ist die Fahrerlaubnis sogar für mindestens sechs Monate weg. Wenn bei einem Unfall Menschen zu Schaden kommen und sich der Verursacher vom Unfallort entfernt, droht Gefängnis, so der ADAC.

Versicherungsschutz erlischt
Wie der Automobilclub erklärt, wird der Fahrer doppelt bestraft. Zu den strafrechtlichen Folgen kommt noch der Verlust des Versicherungsschutzes. Das heißt, die Kasko zahlt den eigenen Schaden nicht, die Haftpflicht nimmt für den regulierten Fremdschaden bis zu 5.000 Euro Regress. Um ein böses Erwachen zu vermeiden, rät der Automobilclub, an der Unfallstelle zu warten, bis der Fahrer des anderen Fahrzeugs kommt. Alternativ sollte man gleich die Polizei informieren. Wer kein Handy dabei hat, für den empfiehlt der ADAC eine Wartezeit von mindestens 30 Minuten, ehe man sich auf den Weg zur Polizei macht.