Die Mille Miglia bot 2011 wieder klassische Automobile en Masse

Jedes Jahr ist die historische Mille Miglia einer der Höhepunkte für Liebhaber klassischer Automobile. Seit 1977 wird diese touristische Veranstaltung als Hommage an das alte Langsstreckenstraßenrennen abgehalten, das zwischen 1927 und 1957 Fahrern und Maschinen alles abverlangte. Bei der historischen Mille Miglia kommt es dagegen auf Gleichmäßigkeit und Zuverlässigkeit an. Am Ende der 2011er-Ausgabe vom 12. bis zum 14. Mai konnten Giordano Mozzi und Stefania Biacca den Siegerpokal entgegennehmen. Die 1.600-Kilometer-Fahrt von Brescia nach Rom und zurück bewältigten der italienische Unternehmer und seine Frau in einem Aston Martin Le Mans von 1933 mit der Startnummer 49.

Ferraris auf Bugatti
Auf den zweiten Platz fuhren Carlo und Bruno Ferrari – Vater und Sohn – in einem Bugatti Typ 37. Den dritten Rang belegten die Argentinier Claudio Scalise und Daniel Claramunt, die die 1.000 Meilen in einem 1933 Alfa Romeo 6C 1500 GS in Angriff nahmen. Nicht ins Ziel geschafft hatte es Giuliano Canè. Er hatte 2010 die Mille zum elften Mal gewonnen und galt als Favorit. 2011 bestätigte sich seine Aussage, er würde nur in Jahren mit geraden Zahlen gewinnen können.

Prominenz am Start
Auch deutsche Automarken waren im Starterfeld zahlreich vertreten – zum Teil mit prominenten Zeitgenossen am Steuer. So startete der Ex-Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen mit einem Mercedes 300 SLR. An seiner Seite saß Juan Manuel Fangio, der Neffe des gleichnamigen, 1995 verstorbenen Rennfahrers aus Argentinien, der fünf Mal Formel-1-Weltmeister wurde. Auch Ex-Rennfahrer Jochen Mass griff für Mercedes in Lenkrad und pilotierte einen Mercedes Typ SS. Sein Beifahrer war der Italiener Giacomo Agostini, der 15-malige Ex-Motorradweltmeister. Am Steuer eines BMW-Mille-Miglia-Roadsters bestritt der englische Comedy-Star Rowan Atkinson, bei uns besser bekannt als Mister Bean, zum ersten Mal überhaupt die lange Fahrt.

Bildergalerie: 1.000 Meilen mit Mr. Bean