Luxuslimousine bringt weniger Geld als erhofft

Ob Päpste, Potentaten oder Popstars: Der von 1963 bis 1981 gebaute Mercedes 600 war als ,bestes Auto der Welt" nur für die absoluten VIPs gedacht. Kein Wunder, dass nur gut 2.600 Exemplare des Luxusliners entstanden. Eines wurde nun in England versteigert. Der Vorbesitzer: kein Geringerer als der ,King" Elvis Presley.

Vom King zugelassen
Bei dem Mercedes 600 in der Lackierung ,Powder Blue" aus dem Jahr 1970 handelt es sich um die normale Variante des 600ers. Normal ist jedoch relativ, denn schon der ,kurze" 600 misst 5,45 Meter in der Länge. Im Angebot waren seinerzeit auch noch eine lange Pullman-Limousine und ein sehr seltenes Landaulet mit hinten öffnendem Verdeck. Doch zurück zum König des Rock'n'Roll: Die Besonderheit der Limousine ist, dass es sich dabei um eines der wenigen Autos handelt, die Elvis selbst auf seinen Namen zugelassen hat. Der Star liebte Autos, vor allem Cadillac-Modelle, die er auch gerne spontan verschenkte. Vom Mercedes 600 kaufte er zwei Exemplare. Das versteigerte Auto besaß Elvis zwei Jahre lang und gab es dann seinem Freund James Leroy Robertson. Robertson verkaufte den dicken Benz im Jahr 2005 nach Großbritannien, sehr zum Verdruss von Elvis-Fans, die in dem Wagen ein nationales Erbe sahen und die Ausfuhr verhindern wollten.

Zurück in die Heimat
Nach einer umfassenden Restauration bot das Auktionshaus Bonhams den Elvis-600er für einen erwarteten Preis von 150.000 bis 200.000 Pfund an. Diese Hoffnungen erfüllten sich jedoch nicht, vielleicht auch, weil es ein linksgelenktes Auto schwer hat, in England Freunde zu finden. Für 80.700 Pfund, umgerechnet rund 95.000 Euro ging der Wagen an einen deutschen Käufer.

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