Von sechs Starterbatterien fallen zwei gleich am Anfang durch

Nachdem die Gesellschaft für Technische Überwachung, kurz GTÜ, Starterbatterien testete, hat nun auch der Automobilclub ADAC sechs der Stromspender unter die Lupe genommen. Geprüft wurde die Startleistung der Batterien. Außerdem wurden unter anderem Wasserverbrauch und Tiefentladung untersucht. Weiterhin wurde die Haltbarkeit – Zyklenfestigkeit und Korrosion – geprüft. Das Fazit fällt alles andere als positiv aus.

Zum Teil Mogelpackungen
Das harte Urteil des ADAC: Einige Hersteller von Autobatterien mogeln. Die Überprüfung ergab, dass die Leistungs- und Qualitätsangaben auf den Produkten nicht immer eingehalten wurden. Ein weiterer Kritikpunkt: Die Batterien sind zum Teil schlechter und teurer geworden. Der ADAC konnte dies deshalb nachvollziehen, weil er die gleichen Produkte 2007 schon einmal getestet hatte.

Ein Drittel schaffte den ersten Test nicht
Zwei der sechs getesteten Batterien sind nach Angaben des ADAC wegen schlechter Werte beim Kaltstartverhalten schon zu Beginn des Tests durchgefallen: die Produkte Exide Premium EA 722 und Banner Power Bull. Sie wurden daher keinen weiteren Prüfungen unterzogen. Allerdings erklärte das Unternehmen Banner, dass das getestete Produkt Power Bull im November 2010 von einem stärkeren Nachfolger abgelöst worden sei.

Nur einmal ,gut"
Zwei Starterbatterien bekamen die Note ,ausreichend": die Modelle Arktis Qualitätsbatterie und Arktis High Tech. ,Befriedigend" schnitt der Akku Bosch Silver ab. Als bestes Produkt entpuppte sich mit einem ,gut" die Batterie Moll M3plusK2. Nach Angaben vom ADAC hat sie sich seit 2007 sogar leicht verbessert, ebenso die bereits erwähnte Arktis High Tech.

Forderungen des ADAC
Der ADAC bemängelt unter anderem, dass der Verbraucher nicht feststellen kann, wann eine Batterie hergestellt wurde. Der Automobilclub fordert die Produzenten deshalb auf, Starterbatterien deutlich und nachvollziehbar mit dem Datum der betriebsfertigen Auslieferung und dem Frischedatum zu kennzeichnen. Auch eine Empfehlung der Inspektionsintervalle sollte sichtbar sein. Gegebenenfalls sollte die Batterie auch eine Angabe der Garantiedauer und des Garantieumfangs besitzen.

ADAC-Autobatterietest