Audi-Kalender feiert die historischen Silberpfeile

Mit einem spektakulären Kalender für das Jahr 2011 wartet die historische Abteilung von Audi auf: ,Zeitsprung – Die Auto Union Silberpfeile auf den historischen Rennstrecken" ist das Werk überschrieben, das alle Beteiligten fast ein Jahr lang durch Europa führte. Die Idee: Die Auto-Union-Silberpfeile zurück auf Rennpisten mit großer Geschichte zu bringen und dort an Original-Schauplätzen aus den 1930er Jahren fotografieren. Das Ergebnis: Neun Rennstrecken, sechs Silberpfeile, 13 atemberaubende Aufnahmen und drei Superstars, die zu Protagonisten des Projekts wurden: die ehemaligen Formel-1-Piloten und Le-Mans-Sieger Jacky Ickx und Hans-Joachim Stuck sowie Pink-Floyd-Drummer Nick Mason.

Suche nach Originalstrecken
Geboren wurde die Idee beim Historischen Grand Prix in Bern 2009. Dort, wo der Große Preis der Schweiz im Bremgarten der eidgenössischen Hauptstadt seine Heimat hatte, ließen sich noch Spuren und Zeitzeugen aus den 1930er Jahren finden. Bernd Rosemeyers schnellste Runde mit einem Durchschnittswert von über 160 km/h auf dem brandgefährlichen Stadtkurs mit Kopfsteinpflaster und Straßenbahnschienen steht dort für die Ewigkeit. Warum sollten nicht auch anderswo ähnliche Überraschungen warten. Originale Abschnitte auf den Rennstrecken aus den 1930er-Jahren sollten trotz der vielen Umbauten in den vergangenen 70 Jahren zu finden sein. Genau dort zu fotografieren, wo die Auto-Union-Silberpfeile ihre Triumphe feierten und Niederlagen erlitten, war von nun an das erklärte Ziel. Und zwar mit hohem künstlerischen Anspruch und bei maximaler Authentizität.

Neun Rennstrecken beteiligt
Nach intensiver Recherche standen neun Rennstrecken auf dem Plan: Nürburgring (Deutschland), Monte Carlo (Monaco), Reims (Frankreich), Monza (Italien), Donington Park (England), Bern (Schweiz), Spa-Francorchamps (Belgien), Zandvoort (Niederlande) und der Klausenpass in der Schweiz, wo 1934 letztmalig zum Bergrennen gebeten wurde. Worauf die Macher anfangs nur hoffen konnten: Die Rennstreckenbesitzer ließen sich von der Idee begeistern und stellten die aktuellen und ehemaligen Grand-Prix-Pisten für die Fotoshootings zur Verfügung. Die nächste Überraschung: Auf das Projekt angesprochen, waren die ehemaligen Formel-1-Piloten Jacky Ickx und Hans-Joachim Stuck sofort bereit, sich als Fotomodells zur Verfügung zu stellen. Jacky Ickx wurde beim Historischen Grand Prix in Monte Carlo, wo der Belgier heute lebt, fotografiert.

Eine Ehre für Striezel
Hans-Joachim ,Striezel" Stuck reiste gleich dreimal an. Beim Historischen Grand Prix in Bern und dann – sehr speziell – zum Nürburgring und auf den Klausenpass. Stuck: ,Ich empfinde es als eine Ehre, hier dabei gewesen zu sein." Denn: Es war Stucks Vater Hans Stuck, der 1934 auf dem Nürburgring sein erstes Rennen im Auto Union Typ A gewann und im selben Jahr auf dem Klausenpass Zweiter wurde. Stuck trug bei den Shootings die originale Rennbrille und Sturmhaube seines Vaters. Dritter im Bunde war ,der letzte Werksfahrer der Auto-Union" – Nick Mason von Pink Floyd. Der Brite, der seit 2007 beim Goodwood Festival of Speed die Silberpfeile lenkt, ließ es sich nicht nehmen, bei seinem ,Heim-Grand-Prix" am Steuer zu sitzen: im englischen Donington Park, wo die Auto-Union 1937 und 1938 siegte. ,Bei diesem Projekt musste ich unbedingt dabei sein. Ich lieh mir extra einen Schal von meiner Frau aus, um auf dem Bild gut auszusehen.", so Mason rückblickend.

Teils schwierige Bedingungen
Die Bedingungen waren für Fahrer und Fotografen nicht immer einfach. In Monte Carlo konnte der Fotograf nur eine einzige Runde vor dem Auto Union Typ C herfahren, am Nürburgring hatte er lediglich eine Stunde inklusive Auf- und Abbau am ,Karussell" genannten Streckenabschnitt auf der Nordschleife Zeit. In Zandvoort regnete es in den vier zugesagten Stunden ununterbrochen, am Klausenpass hatte es sogar ,brutal geschneit" und das am 31. Mai, wie Peter Kober, Sprecher der Audi Tradition, betont. Der Audi-Tradition-Kalender ,Zeitsprung – Die Auto Union Silberpfeile auf den Originalstrecken" ist zum Preis von 29,90 Euro exklusiv im Shop des Audi-Museums oder unter www.audi.de/museumsshop zu beziehen.

Mit Silber durch 2011