Neue Karosserie auf bewährter Technik mit bis zu 647 PS

Wer Corvette-Technik mag und auf Karosserieformen der 1950er-, 60er- und frühen 70er-Jahre steht, könnte bei Endora Cars fündig werden. Das bayerische Unternehmen schnappt sich die Technik des US-Sportwagens und stülpt eine neue Hülle darüber. Das Ergebnis hört auf den Namen Endora SC-1 und ist bis zu 647 PS stark.

Mit Coke-Bottle-Schwung
Gebaut wird die neue GFK-Karosserie laut Endora Cars von einer deutschen Spezialfirma, deren Namen Endora noch nicht verraten will. Das Kleid nutzt die originalen Aufnahmepunkte wie die originale Karosserie von General Motors. Das Äußere bedient sich bei Stilelementen alter Serienautos und Concept Cars. Die Front erinnert im Profil etwas an die Corvette der Baujahre 1965 bis 1967 – ohne jedoch einen auf ,retro" zu machen. Das Paar Xenon-Scheinwerfer ist in die Front integriert. Ein Spoiler soll den Anpressdruck auf der Vorderachse verbessern. Die Dachlinie erinnert ebenfalls an alte Corvette-Typen – genauso wie das ,Coke-Bottle"-Design mit den besonders hinten stark ausgeformten Kotflügeln. Wie bei Fahrzeugen der 1950er-Jahre oft zu sehen, sind seitliche Bereiche farblich voneinander abgesetzt. Runde LED-Rücklichter kennzeichnen das Heck ebenso wie ein auffälliger Diffusor.

Bewährte V8-Dampfhämmer
Bei der Technik darunter setzt Endora Cars auf die aktuelle sechste Corvette-Generation. So entsprechen die Motorisierungen der des US-Sportwagens. Mindestens 437 PS leistet ein SC-1 demnach. 575 Newtonmeter generiert der eingebaute 6,2-Liter-V8. Stufe zwei stellt die Corvette Z06 dar, deren Siebenliter-V8 grollend 512 PS ausspuckt. 637 Newtonmeter sorgen für satten Durchzug. Wenn es noch etwas mehr sein darf, kann auch eine Corvette ZR1 als Basis dienen. Ihr 6,2-Liter-V8 wird von einem Kompressor unter Druck gesetzt und produziert 647 PS sowie 819 Newtonmeter Drehmoment. Verwaltet wird die Power stets mit einer manuellen Sechsgangschaltung, die Basisversion gibt es auch mit einer Sechsstufenautomatik. Die Abgase werden im Endora über eine Sportauspuffanlage entlassen, deren Endrohre seitlich vor den Hinterrädern enden.

Basis ist die Corvette
Neben dem Motor enstpricht auch der komplette restliche Unterbau dem der Corvette. Das Fahrwerk besteht wie gehabt aus einer Einzelradaufhängung mit oberen und unteren Dreieckslenkern aus Aluminium, Gasdruckstoßdämpfern und Querblattfedern. Das ABS, die elektronische Traktionskontrolle sowie das Active-Handling-System der Corvette bleiben ebenfalls erhalten. Vorne werden typischerweise 19-Zoll-, hinten 20-Zoll-Räder montiert. Optional fallen sie jeweils eine Nummer größer aus. Ebenfalls optional wird eine Innenraumveredelung angeboten. Normalerweise greift Endora Cars auf das Corvette-Cockpit zurück. Wer möchte, bekommt auch einen komplett individuellen Kommandostand.

Ab rund 120.000 Euro
Bestellungen werden laut Endora Cars ab sofort angenommen. Da ein SC-1 nach Firmenangaben immer als Neuwagen verkauft wird, muss das Basisfahrzeug nicht mitgebracht werden. Ein genauer Verkaufspreis ließ sich dem Unternehmen noch nicht entlocken, als Gradmesser soll jedoch der verdoppelte Basispreis der schwächsten Corvette dienen: Das wären dann rund 120.000 Euro. Auf die Karosserie gibt Endora eine eigene Garantie, die von General Motors auf die Technik bleibt erhalten.

Bildergalerie: Fixe Coke-Bottle