Abschalten der Kühlung kurz vor Fahrtende verhindert Restfeuchte

Über 90 Prozent aller Neuwagen sind mit Klimaanlage ausgestattet. Moderne Klimaanlagen mit Pollen- oder Aktivkohlefilter sorgen nicht nur für einen kühlen Kopf an heißen Tagen. Sie haben auch den Vorteil, dass sie die in den Innenraum strömende Außenluft gründlich reinigen, so der TÜV Rheinland. Das funktioniert jedoch nur bei sauberem Filtersystem. Ansonsten können sich dort Keime oder Bakterien einnisten und die Luft im Auto regelrecht verpesten. Deshalb sollte man bei der Inspektion die Werkstatt um einen Filter-Check bitten.

Modrige Gerüche
Mitunter verbreiten Klimaanlagen nach dem Start modrige Gerüche, ein Indiz für Pilzbefall durch Restfeuchtigkeit. Dann ist meist eine Desinfektion im Fachbetrieb fällig. Als Vorbeugemaßnahme sollte man die Kühlfunktion kurz vor Ende der Fahrt ausschalten und das Gebläse weiterlaufen lassen. Der Fahrtwind zieht dann die Feuchtigkeit aus der Anlage. Lässt die Kühlleistung deutlich nach, kann das auf einen Kältemittel-Verlust hindeuten. In diesem Fall muss das Klimasystem vom Fachmann unbedingt auf Dichtigkeit geprüft werden.

Auch im Winter anschalten
Als optimale Einstellung empfiehlt der TÜV Rheinland zwei bis drei Grad unter der Außentemperatur. Läuft die Kältemaschine stets auf vollen Touren, erhöht sich der Spritverbrauch. Auch im Winter sollte man die Klimaanlage regelmäßig für ein paar Minuten einschalten. Das sorgt für die notwendige Schmierung des Aggregats und verhindert gleichzeitig beschlagene Scheiben.