Sportwagens aus den 30er Jahren feiert Comeback

Zum 75. Geburtstag des BMW 328 präsentiert der Münchner Hersteller auf dem Concorso D´Eleganza Villa d'Este 2011 am Comer See den ,328 Hommage". BMW verbeugt sich mit der Neuinterpretation des Sportwagens von 1936 vor der Leidenschaft und dem Erfindergeist der Väter des Ur-328. Der neue Roadster zeigt die Vorstellung davon, wie die damaligen Ingenieure Fritz Fiedler und Rudolf Schleicher den 328 mit den technischen Möglichkeiten von heute gebaut haben könnten.

Leichtbau durch Karbonteile
In den 30er Jahren verfolgten die Konstrukteure das gleiche Zeil wie die heutigen: Einen Sportwagen besonders leicht und trotzdem stabil zu bauen. Beim BMW 328 setzte der Hersteller erstmalig das Leichtbauprinzip konsequent um und erreichte unter Verwendung von Aluminium und Magnesium ein Gesamtgewicht von 780 Kilogramm. Um den Gedanken des Leichtbaus auf die heutige Zeit zu übertragen, wurde ein Großteil der Bauteile des BMW 328 Hommage aus Karbon gefertigt – für die Münchner ,der Werkstoff der Zukunft". Bislang verwendet BMW den kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff in der Serienproduktion bei Dächern für den M3 und bei Dächern und Strukturteilen vom M6.

Senkrecht stehende Doppelnieren
Die Neuauflage des 328 hat eine sehr flache Karosserie. Die Frontscheibe geht weit in die Motorhaube hinein und bildet mit den Hutzen hinter den Sitzen eine gemeinsame Linienführung. Genau wie die ersten Modelle des Ur-328 verzichtet auch der neue Sportwagen auf Türen. Die Front des Hommage-Roadsters zieren die senkrecht stehenden Doppelnieren der früheren BMW-Modelle. Große Lufteinlässe um die Nieren herum kühlen den Dreiliter-Sechszylinder-Motor unter der Haube.

Interieurstruktur aus Karbon
Der Innenraum des 328 Hommage ist puristisch gestaltet. Die gesamte Interieurstruktur ist aus Karbon gefertigt. Die durch die Frontscheibenform angedeutete Teilung des Cockpits wird im Innenraum noch deutlicher. Der Fahrer ist durch eine quer durch das Cockpit ziehende Karbonstrebe vom Beifahrer getrennt. Braunes Leder umschließt den Fahrer rundum, der Beifahrer nimmt ebenfalls auf dem Ledergestühl Platz. In Anlehnung an das Cockpit des alten 328 blickt der Fahrer nur auf einen Drehzahlmesser sowie auf eine Anzeige für Öltemperatur, Öldruck und Wassertemperatur. Kontrollleuchten sowie eine Schaltpunktanzeige komplettieren die schlichte Instrumententafel.

Details sorgen für Motorsport-Feeling
Im Exterieur-Design des 328 Hommage finden sich Details wieder, die an den Rennsportcharakter des BMW 328 erinnern. Über die Motorhaube ziehen sich zum Beispiel vier breite Lederriemen, die durch die seitlichen Schulterflächen tauchen und wieder auf den Kotflügeln erscheinen. Zwei iPhones sind in einem Aluminiumgehäuse am Armaturenbrett im Beifahrerbereich angebracht. Hierüber können Fahrer und Beifahrer ihre Zeit stoppen oder die Smartphones auch als GPS-gesteuertes Roadbook nutzen. Vierpunktgurte und ein ,Knochen" – eine Art Not-Aus-Schalter für die Fahrzeugelektronik – runden das Motorsport-Feeling im BMW 328 Hommage ab.

BMW 328 Hommage