Irv Gordons Volvo hat 4,5 Millionen Kilometer auf dem Tacho

Wir alle kennen die Storys von Taxifahrern, die mit astronomischen Tachoständen prahlen. Doch ob 700.000 oder 900.000 Kilometer, Irv Gordon kann darüber nur müde lächeln. Der pensionierte Lehrer aus East Patchogue im US-Bundesstaat New York strebt mit seinem Volvo die Marke von drei Millionen Meilen an. Das sind umgerechnet 4,82 Millonen Kilometer.

Es begann vor 44 Jahren
Bereits als sich der heutige 70-jährige Gordon im Juni 1966 seinen roten Volvo P1800 kaufte, wurde der schicke Schwede quasi zum zweiten Wohnzimmer. Allein in den ersten beiden Tagen fuhr Irv 1.500 Meilen. Seine tägliche Pendlerstrecke von rund 125 Meilen (zirka 200 Kilometer), die Begeisterung für das Coupé und die Leidenschaft fürs Autofahren sorgten dafür, dass Irv in zehn Jahren 500.000 Meilen sammelte. Bis zu Beginn des neuen Jahrtausends legte er jährlich über 100.000 Meilen (161.000 Kilometer) zurück, inzwischen kennt er so gut wie jede Autobahn der USA. Der momentane Stand beträgt umgerechnet 4,5 Millionen Kilometer, es ist also nicht mehr weit bis zu den 4,82 Millionen Kilometer respektive drei Millionen Meilen. Um seinem Ziel näher zu kommen, fährt Irv für ein Käffchen quer durch die Vereinigten Staaten.

Triumph zum Geburtstag
Zu seinem 73. Geburtstag will er den absoluten Rekord knacken, den Weltrekord für ein nicht-kommerziell genutztes Auto hat er bereits in der Tasche. Trotzdem treibt Irv eine wichtige Frage um: ,Ob ich es schaffe, hängt mehr von mir als von meinem Volvo ab, denn der hat seine Zuverlässigkeit längst bewiesen. Motor, Achsen, Getriebe, Radio, alles noch original." Der absolute Meilenrekord wäre wohl eine Marke für die Ewigkeit und der P1800 damit ein Fall fürs Museum. Darüber hatte auch Irv schon nachgedacht, doch er setzt sich eine feste Vorgabe: ,Entweder fahre ich den Volvo weiter oder ich verkaufe ihn für einen Dollar pro Meile."

Konkurrenz aus Griechenland
Angesichts dieser Überlegungen war Gregorios Sachinidis sehr bescheiden, als er im Jahr 2004 dem Mercedes-Benz Museum seinen 240 D von 1976 übergab. Der ,Strich-Achter" hatte 4,6 Millionen Kilometer auf dem Buckel. Im Tausch dafür bekam der griechische Taxifahrer einen neuen C 200 CDI. Sachinidis hatte seinen Rekord-Benz im Jahr 1981 mit rund 220.000 Kilometern auf dem Buckel in Deutschland übernommen und ihn nach Thessaloniki überführt. Dort war die Limousine bis zum Juli 2004 rund um die Uhr als Taxi unterwegs. Einen Vorteil hatte Sachinidis gegenüber Irv Gordon: Er griff neben dem Originalmotor auf zwei Ersatzaggregate zurück, die er insgesamt elfmal durchtauschte.

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