Dritte Generation des Opel-Vans heißt Zafira Tourer

Die komplett versenkbare dritte Sitzreihe machte ihn erfolgreich: Seit 1999 hat Opel 2,2 Millionen Exemplare des Zafira in Europa verkauft. Bald geht der kompakte Van unter geändertem Namen in die dritte Runde: Auf der Frankfurter IAA debütiert Mitte September 2011 der Zafira Tourer. Der Namenszusatz ,Tourer" ist erforderlich, weil der bisherige Zafira weiterhin angeboten werden soll.

Mehr von allem
Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Der Zafira Tourer übertrumpft mit einer Länge von 4,66 Meter seinen Vorgänger um fast 20 Zentimeter. Damit liegt der Opel übrigens fast genau zwischen dem VW Touran und dem VW Sharan. Auch andere Werte gehen nach oben: So wächst der Radstand um knapp sechs Zentimeter auf 2,76 Meter, außerdem legt die Spurweite kräftig auf gut 1,59 Meter zu. Das Design des Zafira Tourer orientiert sich eng an der im März 2011 auf dem Genfer Autosalon gezeigten Studie. Markant ist die Bumerang-Optik der Scheinwerfer, Opel-typisch sind hakenförmige Tagfahrleuchten integriert. Am Heck erstrahlen die Lampen auf Wunsch in LED-Optik, eine große horizontale Chromspange lässt den Van breiter erscheinen. Schlanke A-Säulen und große Seitenscheiben sollen die Sicht für den Fahrer deutlich verbessern. Optional ist eine große Panorama-Windschutzscheibe erhältlich.

Raum-Fahrzeug
Für Zafira-Kunden steht natürlich seit jeher das Raumangebot im Mittelpunkt. Nach wie vor ist die dritte Sitzreihe im Kofferraumboden versenkbar. Komplett neu gestaltet wurde die zweite Reihe. Hier befinden sich künftig drei separate Einzelsitze, die sich flach umlegen oder unabhängig voneinander um 21 Zentimeter in Längsrichtung verschieben lassen. Optional geht noch mehr, das Stichwort lautet dann ,Lounge-Sitzsystem". Dank eines speziellen Klapp- und Drehmechanismus bildet die Rückenlehne des mittleren Sitzes komfortable Armlehnen für die außen sitzenden Passagiere. Deren Sitzmöbel lassen sich gegenüber der Standardbestuhlung nochmals um sieben Zentimeter verschieben. Bei Bedarf gleiten die Sitze zudem um bis zu fünf Zentimeter in Richtung Fahrzeugmitte. Als Fünfsitzer bietet der Zafira Tourer 710 Liter Gepäckvolumen, das sind 65 Liter mehr als bislang. Maximal sind 1.860 Liter möglich, ein Plus von 40 Liter. Fahrradfreunde können sich auf die zweite Generation des FlexFix-Trägersystems freuen. Der in das Heck integrierte Träger lässt sich einfach herausziehen und bekommt einen leichter bedienbaren Befestigungsmechanismus.

Bekannte Inhalte
Technisch schöpft der Zafira Tourer aus dem Konzern-Baukasten: Die Vorderachse stammt vom Insignia, während die Hinterachse auf der Architektur des Astra basiert. Noch mehr Komfort soll das adaptive FlexRide-Fahrwerk bieten, welches ebenfalls aus Insignia und Astra bekannt ist. Besonders bei den Assistenzsystemen will Opel auftrumpfen: Im Angebot sind neben einer radargesteuerten adaptiven Geschwindigkeitsregelung auch eine Verkehrsschilderkennung, ein Abstandswarner und ein Kollisionswarner. Ebenfalls erhältlich sind ein Toter-Winkel-Assistent, ein neuer Einparkassistent und eine lasergesteuerte Leuchtweitenregulierung in Verbindung mit Bi-Xenon-Licht.

Marktstart im Herbst 2011
Zum Verkaufsstart des Opel Zafira Tourer im Herbst 2011 stehen fünf Motoren zur Auswahl bereit. Bei den Dieseln handelt es sich um Leistungsstufen des Zweiliter-Aggregats mit 110, 130 und 165 PS. Benziner-Freunde können zu 1,4-Liter-Turbomotoren mit 120 oder 140 PS greifen. Alle Motorvarianten sind mit sechs Gängen ausgerüstet, optional steht ein Automatikgetriebe mit ebenfalls sechs Stufen bereit. Serienmäßig an Bord ist bei den Schaltversionen ein neues Start-Stopp-System. Kurz nach dem Debüt soll ein sparsames ecoFlex-Modell das Angebot erweitern, ebenso Erdgas- und Autogas-Varianten. Wenige Monate später folgen weitere Triebwerke am oberen Ende der Leistungsskala inklusive neu entwickelter Benziner. Zu den Preisen des Zafira Tourer äußert sich Opel noch nicht, der Vorgänger startet bislang bei gut 21.000 Euro.

Opel Zafira Tourer