Letzter Testtag mit Nico Rosberg in Monaco

Zum neuen Mercedes SLK gibt es noch keine offiziell von Daimler veröffentlichten Fotos. Allerdings ist jetzt auf dem vom Hersteller veröffentlichten Daimler-Blog ein Video aufgetaucht, auf dem die dritte Generation des SLK zu letzten Testrunden in Monaco unterwegs ist. Die Kamera hält Michael Scheer, Abteilungsleiter Gesamtfahrzeugversuch SLK, wie der am Steuer sitzende Formel-1-Fahrer Nico Rosberg verrät. Die beiden haben zwar Deutsch als Muttersprache, unterhalten sich im Video aber auf Englisch. Der SLK gibt im Film von seinen äußeren und inneren Formen schon viel preis und Nico Rosberg freut sich über das eine oder andere technische Schmankerl.

Mercedes-Sportwagen-Linie
Bei Mercedes gibt der Flügeltürer namens SLS AMG inzwischen die Sportwagen-Designlinie vor. Die lange Haube des SLK endet vorne über einem Kühlergrill mit großem Zentralstern. Dieser wird wiederum von einer präsenten Chrom-Querstrebe gehalten – die stilisierte Formel-1-Nase des Vorgängermodells ist passé. Am anderen Ende der Motorhaube, kurz vor der Windschutzscheibe, entlassen rechts und links zwei große Öffnungen heiße Luft nach außen. Außerdem ist der Wagen um ein paar Zentimeter länger und breiter geworden, was ihn optisch satter auf der Straße liegen lässt. Der Radstand des SLK bleibt dabei unverändert.

Glas verdunkeln
,One of my favorite details of swabian engineering", nennt Rosberg das auf Knopfdruck verdunkelbare Glasdach des neuen SLK. Bei diesem Dach lässt sich die Intensität des einfallenden Lichtes regeln. Auch sonst gibt sich der Innenraum des Sportlers modern, wieder stand der SLS AMG Pate. Deutlich zu erkennen ist dies an den Lüftungsdüsen, die wie beim SLS AMG den Düsen von Flugzeugen nachempfunden sind. Auch das sportliche Lenkrad erinnert an das Steuerrad aus dem Flügeltürer. Die Bedienknöpfe auf der Mittelkonsole scheinen aus Aluminium gefertigt zu sein, Rosberg fährt sie genussvoll mit dem Finger ab. In den Kopfstützen der Sitze kommt die neueste Generation des Airscarf zum Einsatz. Dieser Luftschal wärmt bei offenem Verdeck an kühlen Tagen Hals und Nacken. Der SLK war das erste Fahrzeug der Welt, in dem so ein Nackenwärmer jemals zum Einsatz kam. Inzwischen gibt es Ähnliches beispielsweise bei Peugeot oder Audi.

Moderne Assistenz-Systeme
Eine Vielfalt von elektronischen Helferlein wird im SLK ebenfalls zur Verfügung stehen: Totwinkel- und Spurverlassenswarner, Müdigkeits-Warner und eine Verkehrszeichen-Erkennung sorgen für Sicherheit und Komfort.

Verstellbares Fahrwerk
Im Video macht Chefingenieur Scheer Rennfahrer Rosberg auf das per Knopfdruck verstellbare Fahrwerk aufmerksam. Dieses soll eine noch größere Bandbreite von Sportlichkeit und Komfort ermöglichen. Außerdem werden die Hinterräder jetzt so angesteuert, dass der Wagen agiler um die Kurven wedelt.

Sparsame Motoren und Start-Stopp
Was Nico Rosberg beim durch eine rote Ampel erzwungenen Halt besonders freut: Ein Start-Stopp-System schaltet im Stillstand den Motor ab. Diese Spritspartechnik ist serienmäßig an die Siebengang-Automatik gekoppelt. In Sachen Triebwerk steht für den SLK 250 ein 1,8-Liter-Motor zur Verfügung. Dieser leistet 204 PS und generiert ein maximales Drehmoment von 310 Newtonmeter. Verbräuche von um die 6,3 Liter pro 100 Kilometer sollen hier drin sein. Im SLK 350 wird der aus dem Mercedes S 350 BlueEfficiency bekannte V6 werkeln. 306 PS und 370 Newtonmeter liegen hier an. Das Einstiegsmodell wird vom SLK 200 gestellt, 184 PS sorgen bei diesem Aggregat für Vortrieb. Ab 2012 soll dann auch ein Diesel zur Verfügung stehen: Im SLK 250 CDI leistet der Vierzylinder 204 PS. Auf den Markt kommt der neue SLK im Frühjahr 2011. Ob er bereits auf der Detroit Motor Show (15. bis 23. Januar 2011) zu sehen sein wird, ist noch ungewiss.

Bildergalerie: Neuer Mercedes SLK