Öko-Fahrzeug wird auch in Karlsruhe getestet

Im Rahmen eines internationalen Feldversuchs testet die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit ihren regionalen Projektpartnern Stadtwerke Karlsruhe, Stadtmobil Karlsruhe und dem Elektrizitätswerk Mittelbaden zehn noch nicht im freien Markt erhältliche Prototypen des neuen Toyota Prius Plug-in Hybrid. Die Fahrzeuge fahren rund 20 Kilometer rein elektrisch und sind anschließend in 90 Minuten wieder aufgeladen. Mit dem Verbrennungsmotor, der sich bei hoher Leistungsanforderung oder niedrigem Akku-Ladezustand automatisch zuschaltet, fährt der Hybrid laut Hersteller rund 1.150 Kilometer weit. Im Fokus der breit angelegten Studie stehen die Fahrzeuge, die Ladeinfrastruktur und das Fahrverhalten der Nutzer.

Weltweites Programm mit 600 Prius
Das Projekt ist Bestandteil eines internationalen Programms von Toyota in Japan, den USA und Europa mit insgesamt 600 Fahrzeugen. In Frankreich testet der nationale Energieversorger EDF mit seiner Tochter Electricité de Strasbourg 90 Autos, die EnBW in Deutschland mit ihren Partnern zehn Fahrzeuge. Damit sollen auch im grenzüberschreitenden Verkehr Erfahrungen gesammelt werden. Entlang der Rheinschiene von Lahr, Kehl und Offenburg bis Karlsruhe werden Ladestationen aufgebaut, an denen auch die französischen Testteilnehmer ihre Fahrzeuge laden können. Die deutschen Nutzer können ihrerseits an den Ladestationen auf französischer Seite Strom tanken.

Start im Herbst 2010
Der Test dauert drei Jahre und beginnt auf deutscher Seite im Herbst 2010, wenn die ersten öffentlichen Ladestationen errichtet sind. Bis dahin laden die EnBW und ihre Partner die Testautos in den eigenen Betriebshöfen und sammeln schon erste Erfahrungen. Stadtmobil Karlsruhe und Stadtwerke Karlsruhe übernehmen jeweils ein Fahrzeug für Testzwecke. Das Elektrizitätswerk Mittelbaden wird mit drei Fahrzeugen unterwegs sein und im Bereich Lahr – Offenburg – Kinzigtal und Kehl testen.

Bildergalerie: Plug-in-Flotte komplett