Über 1.200 PS: US-Tuningspezialist mit erstem eigenen Supersportwagen

Sealy (USA) / Silverstone (GB), 4. August 2010 – Der US-amerikanische Fahrzeugtuner Hennessey Performance (HPE) hat das erste eigene Serienfahrzeug in Form des Venom GT ausgeliefert. Firmengründer John Hennessey zeigte sich entsprechend gerührt: ,Damit geht ein Kindheitstraum in Erfüllung." Die Einzelteile werden bei HPE in Texas vorbereitet und im englischen Silverstone zum Supersportler zusammengebaut. Der erste der exklusiven, bis zu 1.217 PS starken Flitzer ging an einen Kunden in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Starke Leistungswerte
Geht es nach den Papierwerten, hat der Venom (dt. Gift) die Chance, fast alles in den Schatten zu stellen. Das Top-Modell der Venom-Baureihe wird von einem doppelt turboaufgeladenen Chevrolet-LS-Smallblock-V8 mit 6,2 Liter Hubraum angetrieben. Seine Leistungsdaten von umgerechnet 1.217 PS und 1.538 Newtonmeter Drehmoment übertreffen sogar die Werte eines Bugatti Veyron. Als Einstiegsversion bietet Hennessey den Venom GT mit zarten 735 PS an. Hier kommt ein kompressorgeladener LS9-V8-Motor aus dem General-Motors-Regal zum Einsatz. Die mittlere Motorisierungsstufe leistet 1.014 PS. Schaltvorgänge erfolgen über ein manuelles, vom Ford GT bekanntes Sechsgang-Getriebe des Zulieferers Ricardo. Der Basispreis der 735-PS-Version beträgt 725.000 US-Dollar.

Karbonkarosserie
Abgeleitet ist das Chassis des Venom GT von der Lotus Elise. Von der englischen Flunder wurden lediglich Windschutzscheibe, Türen, das Dach, der Boden, Armaturenbrett und verschiedene Verkleidungen übernommen. Ansonsten, so Hennessey, sei der Venom GT von Grund auf neu entwickelt worden. Der selbst entwickelte Rahmen und die Aufhängung verschwinden unter einer hauseigenen Karbon-Karosserie, die einen verstellbaren Heckflügel aufweist. Dieser soll für eine außergewöhnliche Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten sorgen.

Spaßgarant Leistungsgewicht
Das Top-Modell wiegt fahrbereit 1.217 Kilogramm. Das klingt nach viel Spaß. Denn beim stärksten Venom GT muss ein PS demnach nur ein Kilogramm bewegen. Selbst der mit 1.200 PS etwa gleich starke Bugatti Veyron Super Sport kann da aufgrund des höheren Gewichts nicht mithalten. Die Amerikaner geben für die Beschleunigung von null auf 100 km/h 2,9 Sekunden an. Auf die 200er-Marke soll der Venom GT in sieben Sekunden, auf 300 km/h in 14,9 Sekunden stürmen. Bei der Höchstgeschwindigkeit von 418 km/h liegen 6.600 Umdrehungen pro Minute an. Gestoppt wird das Geschoss mit vier Sechskolben-Bremsen von Brembo und Karbon-Keramik-Bremsscheiben. Für das Handling zeichnet ein dreifach einstellbares und höhenverstellbares Gewindefahrwerk verantwortlich. 20-Zoll-Räder mit 235er-Bereifung vorne und 335er-Bereifung hinten sorgen für den Kontakt zur Straße.

Hennessey Venom GT