Neuauflage der amerikanischen Limousine soll mit edler Einrichtung überzeugen

Nachdem Erlkönige bereits im November 2010 ungetarnt abgelichtet wurden, zieht Chrysler nun nach und präsentiert uns offiziell den neuen Chrysler 300. Die Limousine zeigt sich eleganter und will mit luxuriösem Ambiente punkten.

Vorne glatter
Die Grundproportionen des 300 blieben erhalten. Die Kotflügel sind wie beim alten Modell stark herausgearbeitet. Der Grill des Neuen verzichtet auf die Grobmaschenoptik des Vorgängers und besteht aus sieben waagrechten, verchromten Elementen. Bei den Arealen rund um die Scheinwerfer glätteten die Designer die Optik und lehnen sie an das kleinere Modell 200 an. In die Leuchteinheiten ist sind LED-Tagfahrleuchten integriert, die den Buchstaben ,C" formen.

Mit Panorama-Sonnendach
Das Heck ist wie beim alten 300 angeschrägt, der Kofferraumdeckel läuft aber nun in einer ausgeprägten Abrisskante aus. Die senkrecht angeordneten LED-Rückleuchten sind dagegen nicht mehr so flächig wie zuvor und laufen nach oben spitz zu. Rund 7,6 Zentimeter weiter nach hinten geneigt ist die Frontscheibe, was laut Chrysler Aerodynamik und Sicht verbessert. Die seitliche Sicht soll aufgrund schmalerer Säulen um 15 Prozent optimiert worden sein. Ausgestattet ist der 300 mit einem zweiteiligen Panorama-Sonnendach. Chromzierat und polierte 20-Zoll-Alufelgen sorgen für die glänzenden Details. Zwei 89 Millimeter dicke Auspuffendrohre lassen den 300 selbstbewusst auftreten.

Innen edel und mit großem Display
Für den Innenraum verspricht Chrysler edle Softtouch-Materialien und eine präzise Verarbeitung. Als Ausstattungsdetails nennt der Hersteller Nappaleder und Echtholzapplikationen. Dazu kommen Chrom-Akzente und Aluminium-Komponenten. Die Instrumente werden blau illuminiert und tragen eine Chrom-Umrandung. Ebenfalls blau strahlt die LED-Innenbeleuchtung. Stolz sind die Amerikaner auf den Monitor ihres Infotainmentsystems. Mit rund 21,3 Zentimeter Diagonale soll die Anzeige das größte standardmäßige Touch-Display sein. In Funktionsumfang sind beispielsweise Navigation, Klimaanlagenbedienung und eine Möglichkeit zum Spritpreis-Check enthalten.

V6- und V8-Motoren
Zur Motorisierung macht Chrysler nach wie vor keine Angaben, doch die Benziner-Palette soll gerüchteweise bei einem V6 mit 3,6 Liter Hubraum starten, der auch aus dem neuen Chrysler 200 bekannt ist. Ganz sicher wird auch wieder der Hemi-V8 angeboten. Gebaut wird der 300 im kanadischen Brampton. Beim Händler steht der Chrysler im ersten Quartal 2011.

In Europa Karriere als Lancia
Da Chrysler mittlerweile eine Fiat-Tochter ist, wird es den 300 für Kontinental-Europa in einer Lancia-Version geben. Weil die italienische Marke in Großbritannien nicht präsent ist, bekommen die Briten den ,echten" Chrysler. Für die Lancia-Variante dagegen steht die Bezeichnung ,Thema" im Raum. Sie wurde bereits für ein Modell verwendet, das von 1984 bis 1994 produziert wurde. Fiat Deutschland konnte das nicht bestätigen, dagegen aber, dass man auf dem Genfer Autosalon im März 2011 mit einem Gemeinschaftsstand von Chrysler und Lancia rechnen kann. Die Markteinführung des großen Lancia ist für Herbst 2011 geplant. Die Motorisierungen werden vom im Frühjahr 2011 startenden Grand Voyager übernommen und beinhalten den bereits erwähnten 3,6-Liter-V6 und einen Dieselmotor mit drei Liter Hubraum, der von der italienischen Firma VM Motori geliefert wird.

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