Im Ausland drohen Strafen ohne Warnweste und Licht am Tag

Wer nicht leuchten oder reflektieren will, muss zahlen – auf diese gemeinsame Formel bringt der Automobilclub ADAC die Regelung der Licht- und Warnwestenpflicht für Autofahrer in vielen europäischen Ländern.

Starke Unterschiede in Europa
Im Einzelnen unterscheiden sich die Regelungen erheblich: So kommt der Autofahrer in Frankreich und der Schweiz ohne Bußgeld davon, wenn er ohne Licht am Tag fährt. In 22 anderen europäischen Ländern muss allerdings zum Teil tief in die Tasche gegriffen werden: In Estland sind das beispielsweise bis zu 190 Euro, und in Norwegen mindestens 185 Euro. Ähnliches gilt für Verstöße gegen die Pflicht, eine reflektierende Warnweste mitzuführen beziehungsweise zu tragen: So wird es in Kroatien und Norwegen nicht geahndet, wenn bei einer Kontrolle die Weste im Auto fehlt. In Portugal jedoch sind dafür zwischen 120 und 600 Euro fällig. Gesondert kalkuliert wird in manchen Ländern, wenn bei einem Unfall oder einer Panne die Weste nicht getragen wird. In Belgien kann das bis zu 1.375 Euro kosten und in Ungarn immerhin noch maximal 105 Euro.

Auch Fahrrad- und Motorradfahrer betroffen
Wichtig für Italienreisende: Hier müssen Fahrradfahrer außerhalb geschlossener Ortschaften ab einer halben Stunde vor Sonnenaufgang und ab einer halben Stunde nach Sonnenuntergang eine Warnweste tragen. Dasselbe gilt in Tunnels. Andernfalls droht eine Geldbuße zwischen 23 und 92 Euro. Auch Motorradfahrer müssen eine Warnweste tragen, und zwar in Belgien, Ungarn, Kroatien, Luxemburg, Norwegen und der Slowakei. Der ADAC empfiehlt generell im Interesse der eigenen Sicherheit, für alle Insassen Warnwesten mitzuführen und diese möglichst griffbereit zu haben. Die Westen müssen der Euronorm EN 471 entsprechen.

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