Erlkönig geht als Mini-Ausgabe des A8 auf Tour

Eines muss man den Audi-Testfahrern lassen: Sie gehen ihrer Arbeit sehr unauffällig nach. Lange haben wir auf Hinweise zum neuen A6 gewartet, doch erst jetzt, ein gutes halbes Jahr, bevor die Limousine auf dem Genfer Salon 2011 präsentiert wird, zeigen erste Erlkönige das endgültige Design.

Viele Anleihen beim A8
Beim Betrachten der Seiten- und Dachlinie des Erlkönigs wird schnell deutlich, dass der neue A6 wesentliche Stilelemente des noch recht frischen A8 übernimmt. Dazu gehört der große, aber eckigere Kühlergrill des Flaggschiffs, der jedoch beim A6 dezenteres Chrom bekommt. Die Form der LED-Rückleuchten erinnert an den A1, dazu passt die dreidimensionale Ausformung des Lampengehäuses. Bei der Länge wird sich nicht viel tun, mit einem Wert zwischen 4,90 Meter und fünf Meter liegt der neue A6 aber über dem 5er-BMW und der Mercedes E-Klasse.

Motoren in breiter Fülle
In Sachen Technik gibt der jüngst vorgestellte A7 Sportback einen guten Ausblick auf den neuen A6. Beim A7 Sportback werden die verwendeten Sechszylinderaggregate mit Bremsenergie-Rückgewinnung und Start-Stopp-System kombiniert. Der 2.8 FSI mit 204 PS besitzt das so genannte Valvelift-System, das den Hub der Einlassventile variiert und damit die Drosselverluste verringert. Audi kombiniert den Motor mit dem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe S tronic und Allradantrieb. Der 3.0 TFSI kommt mit seinem Kompressor auf 300 PS und ist ebenfalls an die S tronic und den quattro-Antriebsstrang gekoppelt. Zudem steht der neu entwickelte 3.0 TDI in zwei Varianten zur Wahl. Die 245 PS starke Version wird mit S tronic und quattro-Antrieb kombiniert. Die etwas schwächere Version des 3.0 TDI leistet 204 PS. Beim A6 wird es zusätzlich noch Vierzylinder-Aggregate geben: An der Basis bleibt es beim 2.0 TFSI mit 170 PS und dem 2.0 TDI e mit 136 PS.

Auf allen Vieren
Nicht fehlen darf natürlich die Quattro-Option: Der Allradantrieb kommt in der neuen Form mit Kronenrad-Mittendifferenzial und radselektiver Momentensteuerung zum Einsatz, die jüngst im RS 5 Premiere feierte. Das Fahrwerk basiert auf einer Fünflenker-Vorderachse und einer Trapezlenker-Hinterachse. Neben dem Serienfahrwerk werden ein Sportfahrwerk, ein nochmals strafferes quattro-Sportfahrwerk sowie eine Luftfederung mit geregelten Stoßdämpfern angeboten. Im Innenraum wird es optional ein Head-up-Display geben. Wie beim A8 wird ein Touchpad angeboten, über das das Navigationsziel oder eine Telefonnummer eingegeben werden kann, indem man Buchstaben und Ziffern aufs Bedienfeld zeichnet. Online-Dienste werden Informationen aus dem Internet ins Fahrzeug holen, um im Auto zu surfen.

Erwischt: Audi A6