Cooles Trike auf Sportster-Basis vorgestellt

Viele Besitzer eines Autoführerscheins träumen von der Freiheit auf zwei Rädern. Doch die Hürden bis dahin schrecken ab: Der Motorrad-Lappen kostet Zeit und Geld, auch die Unfallgefahr ist mit dem Bike nicht zu unterschätzen. Abhilfe kommt nun aus dem schwäbischen Sontheim an der Brenz: Zum 20-jährigen Firmenjubiläum stellt der Trike-Hersteller Boom Trikes ein Dreirad auf Harley-Davidson-Basis vor. Jeder, der einen Pkw-Führerschein hat, darf es fahren.

Günstiger Einstieg
Möglich machen es die Zulassungsbestimmungen in Deutschland. Sie besagen, dass ein auf drei Räder umgebautes Motorrad auch von Autobesitzern gefahren werden darf. Gesagt, getan: Boom Trikes bietet Neufahrzeuge und Bausätze für die Harley-Einstiegsmodelle Sportster 883 und 1200 an. Während die 883 aus dem modellbezeichnenden Hubraum 53 PS holt, leistet die 1200er 67 PS. Der Verbrauch wird mit rund fünf Liter auf 100 Kilometer angegeben. Das Ergebnis des Umbaus ist 2,50 Meter lang und 1,30 Meter breit. Bedingt durch eine Einzelradaufhängung in Verbindung mit einem Stabilisator sollen die Dreiräder kippsicher sein. Als Option stehen unter anderem ein Rückwärtsgang und ein Zusatztank bereit, welcher die Reichweite auf 450 Kilometer erhöht. Die Preise stehen noch nicht fest, die billigste Sportster 883 kostet bei Harley-Davidson 7.990 Euro.

Verwässerung der reinen Lehre?
Alle harten Harley-Rocker, die das neue Trike nicht ernst nehmen, können beruhigt sein – ein Dreirad hat bei dem US-Motorradbauer durchaus Tradition. Das über Jahrzehnte gebaute ServiCar wies eine Hinterachse mit zwei Rädern, Differenzial und Kofferaufbau auf. Filmkenner und Bud-Spencer-Fans kennen das Gefährt aus dem Film ,Zwei außer Rand und Band" von 1976. Hier ist ein Harley-ServiCar das Polizei-Dienstfahrzeug des schwergewichtigen Spencer.

Bildergalerie: Harley hoch drei