Neues SUV auf Focus-Basis debütiert auf der NAIAS in Detroit

Schlank, sparsam und schick: So präsentiert Ford den Kuga-Nachfolger auf der Automesse NAIAS (15. bis 23. Januar 2011 in Detroit). Noch ist der SUV-Newcomer eine Studie und heißt ,Vertrek". Der Vertrek basiert auf der neuen globalen C-Segment-Plattform, die auch den kommenden Focus sowie C-Max und Grand C-Max trägt. Die neue Architektur soll in den kommenden Jahren die Grundlage für mindestens zehn neue Modelle sein.

Luftwiderstand verbessert
Im Vergleich zum Kuga soll sich der Vertrek durch einen um mindestens fünf Prozent verbesserten Luftwiderstand auszeichnen. Auf dem Weg zum besonders sparsamen SUV setzt Ford Duratorq-TDCi-Turbodiesel- und EcoBoost-Ottomotoren ein. Die Besonderheit von Letzteren liegt in der Kombination aus Turbo-Aufladung und Benzin-Direkteinspritzung mit variabel verstellbaren Nockenwellen und einer präzisen Motorsteuerung. In der Studie arbeitet eine 1,6 Liter große Version dieses Vierzylinders.

Zweiliter-Diesel für Europa
Da in Europa bis dato laut Ford 96 Prozent aller Kuga mit einem Selbstzünder ausgeliefert wurden, wird auch der Nachfolger mit einem Diesel, wahrscheinlich einem Zweiliter-Aggregat, kommen. Neben dem Start-Stopp-System zum Spritsparen kommt auch eine Bremsenergie-Rückgewinnung zum Einsatz.

Entwickelt in Köln
Die Karosserie des in ,Liquid Platinum" lackierten Ausstellungsstücks ist im Entwicklungszentrum in Köln-Merkenich entstanden. Vorn fallen vor allem der nun dreigeteilte Trapez-Kühlergrill und die schmalen Scheinwerfer auf. Die Motorhaube wurde muskulös gestylt, die ansteigende Schulterlinie soll von Kraft sprechen. Die Form erinnert an den Vorgänger Kuga, soll aber bis zu zwanzig Prozent mehr Platz für Passagiere und Ladegut bieten.

Armaturenbrett wie ein Flügel
Innen stellt die Instrumententafel mit Konturen im ,Kinetic"-Design eine Besonderheit dar: Sie erstreckt sich rein optisch wie ein Flügel bis in die außen liegenden Rückspiegelkameras. Bei der Studie kommt ein in ,Dusk Grey"-farbenem Leder bezogenes Instrumentenbrett zum Einsatz, das von der Mittelkonsole in satiniertem Platin kontrastiert wird. Fluoreszierende Details setzen ein weiteres Highlight.

Vier Einzelsitze
Vier Einzelsitze sollen nicht nur optisch an eine Wirbelsäule erinnern, sondern als Unterstützung für das Rückgrat dienen. Die Poster wurden mit gegerbtem Veloursleder bezogen. Auch hier sorgen neonrot fluoreszierende Akzente für einen Kontrast. Anstelle konventioneller Teppiche kommt ein handgewebtes Ledermaterial zum Einsatz. Bereiche des Lenkrads, der Türtafeln, des Anzeigen- und Instrumentenbretts besitzen polierte, hochwertige Oberflächen.

Intelligente Lösungen
Zu den Merkmalen der Detroit-Studie gehören Funktionen wie ein halbautomatischer Einpark-Assistent, ein ,Toter-Winkel"-Assistent, eine schlüssellose Startfunktion und Sound & Connect-Lösungen für die Integration von Mobiltelefonen und externen Speichermedien in das Audio-System des Fahrzeugs. Wann die Studie in Serie geht, hat Ford noch nicht mitgeteilt.

Bildergalerie: Ford Vertrek: Kuga-Erbe