Nach sechs erfolgreichen Jahren geht das große Coupé in die nächste Runde

2004 wagte Daimler-Benz den Schritt und begründete mit dem CLS die Klasse der viertürigen Coupés in der Neuzeit. Es gab zwar 1953 schon den Bristol 405, aber das war ein wenig beachteter Außenseiter. Der CLS sorgte auf dem Markt für ein Erdbeben, der Design-Mut wurde belohnt: 170.000 Käufer fand das elegant gezeichnete Fahrzeug. Jetzt kommt der Nachfolger. Er feiert Messepremiere auf dem Pariser Autosalon (2. bis 17. Oktober 2010).

Markanter Grill mit SLS-Anklängen
Der neue CLS ist laut Mercedes-Designchef Gorden Wagener ein deutlicher Hinweis auf die zukünftige sinnliche Formensprache von Mercedes-Benz – womit die Wichtigkeit des Fahrzeugs für den Konzern klar sein dürfte. Der frische Wagen fällt auf: Seine lange Haube und der Kühlergrill bestehen optisch nicht aus einem Guss. Die Frontmaske mit dem großen Zentralstern wurde separat gezeichnet, um die Motorhaube besser zur Geltung zu bringen. Der Zentralstern-Grill unterstreicht zum einen die Verwandtschaft zu den weiteren Mercedes-Coupés, zum anderen erinnert er stark an eine andere Stil-Ikone aus Stuttgart: den Flügeltürer Mercedes SLS AMG. Die kräftige Ausformung des Bereichs über der Hinterachse und die runden, weit ausgestellten Radhäuser beim CLS zitieren die E-Klasse.

LED-Vollscheinwerfer mit allen Funktionen
Voll-LED-Scheinwerfer übernehmen laut Mercedes weltweit erstmals alle dynamischen Lichtfunktionen. Das Fahren sicherer machen Assistenten für Spurwechsel, Nachtsicht und Totwinkelüberwachung. Ein intelligentes Lichtsystem sorgt für eine perfekte Fahrbahnausleuchtung, so Mercedes.

Feiner Innenraum
Eleganz, Luxus und Extravaganz sollen sich auch in der Kabine des neuen CLS widerspiegeln. So gibt es fünf Interieurfarben, fünf Zierteil-Ausführungen und drei Lederqualitäten. In Kombination sind also diverse Individualisierungen möglich. Sowohl Freunde warmer Wohnlichkeit als auch nüchtern moderne Typen werden bedient. Einen zusätzlichen Design-Akzent setzt das Wechselspiel zwischen matten und glänzenden Oberflächen – so ist beispielsweise die Analoguhr hochglänzend eingefasst, während die Lüftungsdüsen matt galvanisiert werden.

Per Hand gewählt, per Hand vernäht
Die Nähkleid genannte Ummantelung des Armaturenbretts wird von Hand vernäht, bevor eine Maschine den Bezug mit Schaum hinterpolstert. Als besonders fein gilt die Lederausstattung Passion, welche kaum pigmentiert wird und somit ihre natürliche Porenstruktur behält. Dieses Leder muss per Hand ausgewählt werden, da hier Narben und andere Naturmerkmale besonders leicht zu erkennen sind. Abgerundet wird der Innenraum von diversen Zierteilen. Diese können zum einen aus drei Holzarten gefertigt werden, zum anderen stehen Klavierlack und Karbon bereit. Um einen dem CLS gerecht werdenden Glanz zu erzeugen, werden beim Klavierlack sieben Schichten Lack aufgetragen.

Zwei Diesel, drei Benziner
Erstmals gibt es im CLS einen Vierzylinder-Motor: Der CLS 250 CDI ist mit 205 PS und 500 Newtonmeter unterwegs. Der CLS 350 CDI (ab Januar 2011) kann auf 265 PS und 620 Newtonmeter aus sechs Zylindern zurückgreifen. Mit dem großen Selbstzünder wird zudem eine 4-Matic genannte Allrad-Variante des CLS betrieben – auch der Vierrad-Antrieb wird zum ersten Mal im CLS eingesetzt. Benzinerseitig sind drei Antriebe verfügbar: Den Einstieg bilden die sechs Zylinder des CLS 350 CGI mit 306 PS und 370 Newtonmeter (ab Januar 2011), gefolgt vom Achtzylinder-CLS-500-BlueEfficiency mit 435 PS und 700 Newtonmeter (ab März 2011). Mit dieser Motorisierung wird wiederum eine 4-Matic-Variante angeboten. Die motorenmäßige
Spitze der CLS-Palette kommt wieder von der hauseigenen Performance-Marke: der CLS 63 AMG ist mit 544 PS und 800 Newtonmeter aus dem neuen V8-Biturbo unterwegs. Alle Antriebe werden mit Start-Stopp gekoppelt.

Bildergalerie: Der neue Mercedes CLS