Synthetischer Klang bei elektrischer Fahrt für mehr Schutz von Sehbehinderten

Toyota bietet für den Prius in Japan ab September 2010 einen akustischen Signalgeber an. Denn die fast geräuschlose Bewegung im rein elektrischen Fahrbetrieb sorgt oft für Irritation bei anderen Verkehrsteilnehmern, die von Autos ein deutlich vernehmbares Geräusch erwarten. Auch können sehbehinderte oder blinde Personen ein leise rollendes Elektrofahrzeug kaum wahrnehmen.

Der Sound eines E-Motors
Das Gerät erzeugt synthetisch den Klang eines E-Motors – demnach dürfte es surren oder leise pfeifen. Die Lautstärke schwillt je nach Geschwindigkeit auf bis zu 55 Dezibel an. Bei über 25 km/h wird der Signalgeber abgeschaltet. Denn dann unterscheidet sich der Prius akustisch kaum mehr von Autos mit Verbrennungsmotor, weil Abroll- und Windgeräusche dominieren. Der Fahrer kann den akustischen Signalton per Taster ausschalten. Beim nächsten Start des Fahrzeugs wird er jedoch automatisch wieder aktiviert. Der neue Signalgeber ist nur für den Prius III in Japan zum Preis von umgerechnet 120 Euro erhältlich – zuzüglich etwa 200 Euro für den Einbau. Ob es das Gerät auch anderswo geben wird, steht noch nicht fest.

Gallery: Prius mit Kunstsound