Preisverleihung stand im Zeichen des Themas Elektromobilität

In Köln wurden jetzt zum vierten Mal die ÖkoGlobes verliehen. Sieben Automobilhersteller erhielten einen der Umweltpreise, unter anderem wurden fünf Elektroautos ausgezeichnet. Den Preis vergeben die DEVK Versicherungen gemeinsam mit dem ÖkoGlobe-Institut der Universität Duisburg-Essen und dem ACV Automobil-Club Verkehr.

Preis für Mercedes B-Klasse F-Cell
Mercedes wurde für die B-Klasse F-Cell, ein Elektroauto, das seinen Strom aus einer Brennstoffzelle bezieht, mit einem ÖkoGlobe belohnt. Mitsubishi und Peugeot erhielten den Preis für die baugleichen, mit Lithium-Ionen-Batterien ausgestatteten Elektroautos i-MiEV und iOn. Nissan wurde für sein Elektroauto Leaf ausgezeichnet. Beim Leaf hat die Jury vor allem der für ein Elektroauto niedrige Preis überzeugt. Der Leaf kann in einigen Ländern Europas schon bestellt werden – und ist dort nach Abzug von staatlichen Fördermitteln bereits für unter 30.000 Euro zu haben.

ÖkoGlobe für Ford Fiesta ECOnetic
Ford erhielt eine Auszeichnung für den Fiesta ECOnetic. Hier überzeugte die Jury der niedrige CO2-Ausstoß von nur 98 Gramm je Kilometer. Nicht nur an die klassischen Großsereinhersteller vergab die Jury einen ÖkoGlobe, sondern auch an die Firma Xenova für den Kleintransporter Terryman. Das Düsseldorfer Unternehmen produziert eine neue Generation originärer Elektrofahrzeuge und konzentriert sich dabei auf Nischenmärkte in Europa. 2010 hatte der Wettbewerb mit mehr als 100 eingereichten Vorschlägen einen Teilnahmerekord zu verzeichnen. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Zukunftsthema Elektromobilität.

Forderung nach mehr politischer Unterstützung
Ferdinand Dudenhöffer, Jury-Vorsitzender und Automobilexperte an der Uni Duisburg-Essen, forderte im Beisein von Bundesumweltminister Norbert Röttgen eine stärkere politische Unterstützung für Elektromobiltät in Deutschland. In China, Japan, den USA oder Frankreich sei das staatliche Engagement deutlich stärker. In Deutschland würden Budgets zu sehr nach dem Gießkannenprinzip verteilt, so Dudenhöffer.

Auch Schaeffler, Fiat und VW ausgezeichnet
Mit einem ÖkoGlobe für Innovationen bei konventionellen Antrieben wurden auch der Automobilzulieferer Schaeffler aus Herzogenaurach und der Autohersteller Fiat ausgezeichnet. Die Schaeffler Gruppe erhielt den Preis für die Erfindung der vollvariablen hydraulischen Ventilsteuerung UniAir, die auch im Fiat Zwei-Zylinder-Motor, der ebenfalls ausgezeichnet wurde, verbaut wird. VW erhielt gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) einen ÖkoGlobe für ein Beratungssystem, das Unternehmen erlaubt, den CO2-Verbrauch der Dienstwagen-Flotte zu reduzieren.

Weitere Preisträger
Für nachhaltige Mobilität ausgezeichnet wurde das Gasunternehmen Linde gemeinsam mit Daimler für das Projekt ,Wasserstofftankstellen-Infrastruktur". Weitere Umweltpreise wurden an die Deutsche Bahn und als ,herausragende Persönlichkeit" an Walter Mennekes vergeben. Der vom Familienunternehmen Mennekes für den Ladevorgang von Elektrofahrzeugen entwickelte Stecker ist mittlerweile in Deutschland Normstecker und soll als Standardstecker auch in Europa und anderen Ländern eingeführt werden.

Ausgezeichnete E-Autos