BMW-SUV mit über 700 PS und einem martialischen Äußeren

PUR-RIM ist der Stoff, aus dem die Träume von G-Power sind. Der Tuner aus dem bayerischen Aresing setzt das Material dieses Mal wieder beim BMW X5 M ein. Nachdem das SUV bereits mit dem ,Typhoon S"-Karosseriekit bedacht wurde, steht nun die breitere Version an. Ihre Frontschürze weist riesige Lufteinlässe auf, die für eine bessere Motor- und Bremsenkühlung sorgen sollen. Gleichzeitig soll sie den Auftrieb an der Vorderachse reduzieren. An den Flanken bekam das SUV andere Seitenschweller. Sie sind an der Unterseite mit LEDs ausgerüstet, die per Fernbedienung oder beim Ziehen an einem Türgriff aktiviert werden und den Boden seitlich vom Fahrzeug ausleuchten. An der Oberseite soll jeweils ein Edelstahleinsatz mit einem beleuchteten Tunerlogo mehr Glanz bringen.

Mit dicken Backen
Ein Breitenplus von sieben Zentimeter verantworten die Kotflügelverbreiterungen vorne und hinten. Luftaustritte im vorderen Kotflügelpaar führen die heiße Luft der Bremsen aus den Radhäusern ab. Von einem neuen Teil ersetzt wird auch die Heckschürze. Das Stück vom Tuner hat eine auffällige Diffusoroptik und in der Mitte eine Aussparung für die Endrohre der Abgasanlage. Seitlich weist die Schürze wie die vorderen Kotflügelverbreiterungen Luftauslässe auf. Den Auftrieb an der Hinterachse soll ein Dachspoiler verringern, der auf die Heckklappe geklebt ist. Abschließend bekommt das SUV noch eine vierteilige Unterbodenverkleidung.

Mehr Platz im Radhaus
Die hauseigenen Felgen sind geschmiedet und kommen in den Dimensionen 11Jx23 und 12Jx23 zum Einsatz. Reifen der Größe 315/25 werden mit der Wahrung der Traktion beauftragt. Sportfedern legen den X5 um 30 Millimeter tiefer.

170 zusätzliche Pferdestärken
555 PS leistet der 4,4 Liter große Doppelturbomotor schon im serienmäßigen X5 M. G-Power programmiert die Elektronik des V8 um und hebt die Limitierung für die Höchstgeschwindigkeit auf. Das komplett aus Edelstahl gefertigte, hauseigene Abgassystem soll den Abgasgegendruck reduzieren. Der nachgerüstete Sportendschalldämpfer entlässt Schall und Rauch über ein mittig positioniertes Paar Endrohre mit jeweils 114 Millimeter Durchmesser. Zu der Abgasanlage gehören außerdem noch Sportkatalysatoren, neue Abgaskrümmer und optimierte Verbindungsrohre zwischen den Abgasturboladern und den Zylinderköpfen. Wichtig ist, was hinten rauskommt: 170 zusätzliche PS führen zu einer Gesamtleistung von 725 PS. Das Drehmoment wurde auf 890 Newtonmeter begrenzt, um das Seriengetriebe nicht zu überlasten. In Verbindung mit einem verstärkten Getriebe sei sogar ein maximales Drehmoment von 1.000 Newtonmeter realisierbar, so G-Power. Nach der Leistungssteigerung stehen unter dem Punkt Fahrleistungen für den Sprint von null bis 100 km/h 4,2 Sekunden sowie ,über 300 km/h" Höchstgeschwindigkeit.

Innenraum nach Gusto
Das Interieur verändert der Veredler mit Accessoires wie einem neuen Sportlenkrad, einem Tachometer im eigenen Design sowie Karbon-Leisten für die Seitenverkleidungen, die Mittelkonsole und das Armaturenbrett. Leder- und Alcantara-Ausstattungen werden in Wunschfarben angefertigt.

Breiter und schneller kostet
Wer sich bereits über seine Kontoführungsgebühren aufregt, sollte an dieser Stelle nicht weiterlesen. Das Aerodynamik-Paket Typhoon kostet ab 14.500 Euro, die 23-Zöller inklusive Bereifung 10.550 Euro und die Leistungssteigerung auf 725 PS inklusive der kompletten Abgasanlage und der Modifikation an den Turboladern 21.420 Euro. Alles selbstverständlich ohne Montage.

Bildergalerie: Breit aufgestellt