Elektrovariante mit rund 200 Kilometer Reichweite kommt in Kleinserie

Nach der B-Klasse F-Cell mit Brennstoffzelle bringt Mercedes mit der A-Klasse E-Cell jetzt sein zweites Elektroauto auf die Straße. Der voll alltagstaugliche Fünfsitzer mit Elektroantrieb basiert auf der fünftürigen Ausführung der aktuellen A-Klasse. Zwei Lithium-Ionen-Batterien, die aus dem Smart Fortwo electric drive bekannt sind, sollen eine lokal emissionsfreie Reichweite von mehr als 200 Kilometer ermöglichen.

290 Newtonmeter Drehmoment
Der Elektromotor entwickelt eine Dauerleistung von 50 kW (68 PS) und eine Spitzenleistung von 70 kW (95 PS). Das maximale Drehmoment beträgt 290 Newtonmeter und steht bereits von der ersten Umdrehung an zur Verfügung. Von null auf 60 km/h beschleunigt der E-Cell in 5,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 150 km/h abgeregelt.

Keine Platzeinschränkungen
Als Stromspeicher kommen Lithium-Ionen Batterien zum Einsatz. Einschränkungen im Innen- und Gepäckraum müssen nicht hingenommen werden, denn die Akkus sind Platz sparend im Fahrzeugunterboden untergebracht. Ein spezielles Thermo-Management gewährleistet die Kühlung der Hochvolt-Batterien innerhalb ihres optimalen Temperaturfensters. Bei sehr hohen Außentemperaturen wird die Batteriekühlung zusätzlich durch den Kältemittelkreislauf der Klimaanlage unterstützt.

Für jede Steckdose geeignet
Die Batterien der A-Klasse E-Cell lassen sich sowohl an öffentlichen Stationen als auch an haushaltsüblichen Steckdosen aufladen. An herkömmlichen 230-Volt-Streckdosen werden zirka acht Stunden benötigt, um eine Reichweite von 100 Kilometern zu erzielen. An einer Ladestation steht diese Distanz bereits nach rund drei Stunden zur Verfügung.

Intelligentes Lademanagement
Die A-Klasse E-Cell verfügt über ein intelligentes Lademanagement mit so genannter ,SmartCharge Communication". Die Bordelektronik ermöglicht es, alle relevanten Informationen – wie etwa die Identifikationsdaten zum Stromvertrag – mit der Aufladestation auszutauschen. So lässt sich beispielsweise die Abrechnung unkompliziert gestalten.

Preiswerte Stromzeiten nutzen
Die Elektronik an Bord der A-Klasse E-Cell bietet die Möglichkeit, den Ladevorgang aktiv zu steuern. Parkt das Elektroauto beispielsweise für längere Zeit, können Zeiträume mit preiswerterem Stromangebot – vorzugsweise in die Nacht – genutzt werden. Um ein unbeabsichtigtes oder unachtsames Losfahren während des Ladens zu verhindern, aktiviert sich automatisch die Wegfahrsperre des Fahrzeugs, sobald das Kabel mit der Steckdose verbunden ist.

Klimatisierung vor dem Start
Zu den Besonderheiten gehören außerdem intelligente Features wie die Klimatisierung vor dem Start des Fahrzeugs: Solange die Batterie aufgeladen wird, können Fahrer des E-Cell ihr Auto einfach vorklimatisieren, also vor Fahrtantritt auf die gewünschte Innenraumtemperatur vorheizen oder -kühlen. Als weitere Funktion kann der Fahrer den Status des Ladevorgangs und damit die aktuelle Reichweite seines Fahrzeugs via Internet oder Smartphone überwachen.

Spezielle Anzeigen
Die Elektro-A-Klasse verfügt über ein speziell auf die Bedürfnisse des Elektrofahrzeugs abgestimmtes Bedien- und Anzeigekonzept. Die Multifunktionsanzeige im Fahrzeug zeigt den üblichen Bordcomputer-Daten auch den Batterie-Ladezustand sowie die verbleibende Reichweite und die noch vorhandene elektrische Energiemenge an. Statt des sonst üblichen Drehzahlmessers informiert ein Instrument mit farbigen Segmenten in Grün, Weiß und Rot über die momentan abgerufene Antriebsleistung beziehungsweise die Rekuperationsleistung.

Produktionsbeginn noch im Herbst 2010
Die A-Klasse E-Cell basiert auf der Ausstattungsversion ,Avantgarde" und bietet serienmäßig Xenonscheinwerfer, ein Navigationssystem, einen aktiven Parkassistenten für automatisches Einparken und eine Klimaautomatik. Von außen ist der kompakte Elektro-Mercedes an der einheitlichen Lackierung in Polarsilber und einen E-Cell-Schriftzug am Heck zu erkennen. Insgesamt 500 Exemplare des neuen Elektro-Benz werden ab Herbst 2010 in Rastatt gebaut. Die Fahrzeuge sollen in mehreren europäischen Ländern an ausgewählte Kunden vermietet werden, darunter etwa in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden.

Bildergalerie: Elektro-A-Klasse