Designstudie vereint Berufs- und Privatleben

Die neue Designstrategie von Renault baut auf den unterschiedlichen Lebensabschnitten der Menschen auf. Der DeZir von 2010 ist das erste von sechs Concept Cars. Das zweisitzige Coupé sollte die Phase des Verliebens verkörpern. Mit der im März 2011 vorgestellten Crossover-Studie Captur wollte Renault das junge Paar auf eine Abenteuerreise schicken. Der ebenfalls im März gezeigte R-Space symbolisierte die Familiengründung. Jetzt folgt mit dem Frendzy die vierte Studie. Der Kombivan mit Elektromotor wird auf der IAA (15. bis 25. September 2011) präsentiert und soll Berufs- und Privatleben vereinen.

Unterschiedliches Türkonzept
Die Außenspiegel können zwei verschiedene Stellungen einnehmen. Im ,Berufsmodus" sind die Spiegel transportertypisch senkrecht positioniert, im ,Familienmodus" schwenken sie wie beim PKW üblich in die Waagerechte. Beim Türkonzept unterscheiden sich die beiden Fahrzeugseiten. Die Beifahrerseite ist im Fond mit einer Schiebetür ausgestattet, wodurch vor allem das Beladen an Rampen und Bürgersteigen erleichtert werden soll. Auf der Fahrerseite befinden sich zwei gegenläufig öffnende Türen.

Vollständig versenkbare Rücksitze
Das Armaturenbrett ist mit Leuchten versehen, die im ,Berufsmodus" grün und im ,Familienmodus" orange leuchten. Der Innenraumboden ist aus dunklem Holz gefertigt. Zusätzlich sind weitere helle Holzapplikationen eingesetzt worden. Die Sitze sind aus geflochtenem Leder. Um den Frendzy sowohl gewerblich als auch privat nutzen zu können, lässt sich die hintere Sitzbank vollständig in den Fahrzeugboden versenken. Dadurch steht entweder Platz für fünf Personen oder ein Ladevolumen von bis zu 2.250 Liter zur Verfügung.

Elektroantrieb aus dem Kangoo Z.E.
Der Frendzy wird mit dem 60 PS starken Elektroantrieb des Kangoo Z.E. ausgerüstet. Das maximale Drehmoment von 226 Newtonmeter liegt direkt beim Losfahren an. Die Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 22 Kilowattstunden ermöglicht eine Reichweite von bis zu 170 Kilometer. Bei starker Beschleunigung ist ein heller Klang zu hören, der an einen Atemzug erinnern soll. Der Bremsvorgang wird mit Windgeräuschen untermalt. Je nachdem, ob der Frendzy im beruflichen oder privaten Einsatz ist, unterscheidet sich die Akustik inner- und außerhalb des Fahrzeugs.

Vernetzt mit Tablet-PC
Über eine Schnittstelle in der Mittelkonsole wird ein Tablet-PC von Blackberry an das Bordsystem des Frendzy gekoppelt. Das System zeigt Fahrzeuginformationen an und erfüllt auch geschäftliche Anforderungen von Kurier- und Lieferdiensten. Zudem sind in den Türschwellern der Studie Sensoren angebracht, die RFID-Funketiketten lesen können. Ein- und ausgeladene Transport-Sendungen können so leichter erfasst werden.

Bildergalerie: Renault Frendzy