US-Talkmaster fuhr SLS AMG Roadster und SLS AMG E-Cell Probe

Ein Kinn wie Michael Schumacher, immer ein verschmitztes Lächeln im Gesicht und durch und durch autobegeistert: Der US-Kult-Talkmaster Jay Leno besitzt eine Sammlung von über 200 Fahrzeugen und träumte schon immer davon, dem schwäbischen Autohersteller Mercedes einen Besuch abzustatten. Jetzt hat er es getan und dabei gleich bei der Mercedes-Sportabteilung AMG vorbeigeschaut. Er fuhr die Modelle SLS AMG Roadster und SLS AMG E-Cell Probe und ging dann auch noch unter die Schrauber.

Testfahrt im neuen SLS AMG Roadster
Jay Leno hat nach eigener Aussage für Mercedes-Benz in den USA gearbeitet, als er ,18 oder 19 Jahre" alt war. Die auch als ,Einfahrbahn" bezeichnete Mercedes-Teststrecke in Stuttgart-Untertürkheim mit der charakteristischen Steilkurve kannte er bis jetzt nur aus Filmen. Über 40 Jahre später hatte der mittlerweile 61-Jährige bei seinem Besuch in Stuttgart die Gelegenheit, dort den neuen SLS AMG Roadster zu testen. Schön für ihn, denn die Weltpremiere des Frischluftsportlers wird erst auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) am 13. September 2011 gefeiert.

Beeindruckt vom Elektro-SLS
Nach seiner Fahrt in dem 571 PS starken und 317 km/h schnellen Roadster durfte Leno noch viel weiter in die Zukunft sehen: mit dem SLS AMG E-Cell. Zum elektrisch angetriebenen Flügeltürer, der ab 2013 in Kleinserie gefertigt werden soll, meinte die TV-Legende: ,Der Antrieb aus dem Stand ist faszinierend. Unglaublich, wie die 392 kW (522 PS) und 880 Newtonmeter den Flügeltürer nach vorn peitschen. Das ist sehr beeindruckend, vor allem weil man nichts hört, außer ein wenig Wind- und Reifengeräuschen. In meiner Sammlung steht ein Baker Electric von 1909. Unvorstellbar, wie sich der Elektroantrieb in gut 100 Jahren weiterentwickelt hat."

Schrauben mit Jay
Nach einem Rundgang durch das AMG Performance Studio – dort werden spezielle Kundenwünsche erfüllt und Einzelstücke gebaut – durfte Jay Leno seine Schrauberkünste unter Beweis stellen. Bei AMG herrscht die Philosophie ,one man, one engine", was bedeutet, dass ein Mechaniker für den Aufbau eines Motors zuständig ist. Unter Aufsicht nahm der Fernsehstar den Einbau der Kurbelwelle, die Montage der Zylinderköpfe bis hin zur Verkabelung und den anschließenden Qualitätsprüfungen selbst vor. Auf dem komplettierten 6,2-Liter-V8-Motor für den SLS AMG prangt nun eine Plakette mit Lenos Unterschrift. Am Rande gewährte die TV-Ikone noch einen Einblick in sein aktuelles Autoprojekt: Ein Mercedes-Benz 300 SEL 6.3 von 1971 bekommt einen 6,2-Liter-V8 von AMG mit 525 PS implantiert.

Bildergalerie: Schrauben mit Jay Leno