Stressfreie lange Autofahrten sind reine Einstellungssache

Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) gibt Empfehlungen für lange Autoreisen. So sollte man sich immer ausgeruht, körperlich fit und nie mit nüchternem Magen hinters Steuer setzen. Das alleine genügt laut GTÜ jedoch nicht. So nennen die Experten auch richtiges Sitzen, ein angenehmes Klima im Cockpit, ausreichend Pausen und eine gesunde Ernährung als Faktoren für eine stressfreie Autofahrt. Besonders das Sitzen heben sie hervor.

Sitzen ist Einstellungssache
Für die GTÜ ist klar: Trotz guter und teurer Sitze säßen viele Fahrer falsch, weil sie nicht wüssten, wie sie ihren mitunter mit vielen Funktionen ausgerüsteten Sitz richtig einstellen müssen. Erste Symptome für ein falsch eingestelltes Gestühl würden sich in sich in ständigen Positionswechseln äußern. Dazu gehört das Herumrutschen auf der Sitzfläche oder der Zwang, den Rücken wieder durchzudrücken. Die richtige Unterstützung durch den Sitz an den entsprechenden Körperstellen ist eine reine Einstellungssache. Die GTÜ schlägt die folgende acht Schritte vor:

1. Den Po so dicht wie möglich an die Sitzlehne rücken. Den Sitzabstand zu den Pedalen so einstellen, dass das Bein bei durchgetretenen Pedalen leicht angewinkelt ist.

2. Die Schulter so dicht wie möglich an die Sitzlehne rücken. Die Rückenlehnenneigung so ausrichten, dass das Lenkrad mit leicht angewinkelten Armen gut erreicht wird. Beim Drehen des Lenkrads muss der Schulterkontakt erhalten bleiben.

3. Die Sitzhöhe so hoch wie möglich fixieren. Dadurch wird ein nach allen Seiten und auf alle Anzeigeinstrumente freies Sichtfeld gewährleistet.

4. Die Sitzflächenneigung so ausrichten, dass die Pedale leicht durchgetreten werden können. Die Oberschenkel sollten leicht aufliegen, ohne Druck auf das Sitzkissen. Vor dem Start die Rückenlehnenneigung überprüfen.

5. Die Sitzflächenverlängerung so einstellen, dass die Oberschenkel bis kurz vor dem Knie aufliegen. Faustregel: zwei bis drei Finger Freiraum zwischen Sitzkante und Kniekehle.

6. Die Unterstützung im Lendenwirbelbereich so einstellen, dass die Wirbelsäule in ihrer natürlichen S-Form unterstützt wird. Die Lendenwirbelstütze darf keinesfalls ,drücken".

7. Die Seitenführungen des Sitzes sollten so nah am Körper liegen, dass der Oberkörper ohne Beengung angenehm seitlich unterstützt wird.

8. Die Kopfstützenoberkante, wenn möglich genau so hoch wie die obere Kopfkante einstellen. Neigung: Der Abstand zum Kopf sollte etwa zwei Zentimeter betragen.

Gallery: Sitzen will gelernt sein