Exklusives Kleinserienmodell erinnert an den 356 Speedster von 1953

Porsche legt einen neuen 911 Speedster als Kleinserie auf. Als Hommage an den ersten Porsche mit dem Namen Speedster – den 356 Speedster – ist das neue Modell auf 356 Exemplare limitiert. Weltpremiere feiert der neue 911 Speedster vom 2. bis 17 Oktober 2010 auf dem Autosalon in Paris.

Niedrigere Scheibe und Doppelhutze
Von außen unterscheidet sich der Speedster durch mehrere Merkmale von den anderen Mitgliedern der Elfer-Familie. Die Windschutzscheibe ist 60 Millimeter niedriger und stärker geneigt. Das manuell zu bedienende Stoffverdeck ist besonders flach und sportlich geschnitten. Auf dem Verdeckkastendeckel fällt die charakteristische Doppelhutze auf. Zudem ist die Karosserie im Heckbereich 44 Millimeter breiter als beim herkömmlichen 911. Die Scheinwerferringe, der Rahmen der Windschutzscheibe und weitere Applikationen sind in Schwarz ausgeführt. Darüber hinaus gibt es eine spezielle Bugverkleidung, spezifische Seitenschweller und eine eigenständige Heckverkleidung. Exklusiv für den 911 Speedster wird eine neue Lackierung in ,Purblau" angeboten. Alternativ kann auch die Farbe ,Carraraweiß" bestellt werden.

23 PS mehr Leistung
Der 3,8-Liter-Sechszylinder-Boxermotor des Speedster leistet 408 PS. Das sind genauso viele Pferdestärken wie im neuen 911 Carrera GTS, der ebenfalls in Paris vorgestellt wird, und 23 PS mehr als im 911 Carrera S. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 10,3 Liter auf 100 Kilometer gibt sich der Speedster allerdings nicht durstiger als das 911 Carrera S Cabriolet. Die Kraftübertragung zur Hinterachse mit serienmäßigem Sperrdifferenzial übernimmt das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe PDK. Ebenso serienmäßig gibt es das Porsche Active Suspension Management (PASM) sowie eine Keramik-Bremsanlage. Für die Sicherheit der Insassen im Falle eines Unfalls soll das speziell für dieses Modell weiterentwickelte Überrollschutzsystem sorgen.

Exklusives Interieur
Der 911 Speedster ist mit nahezu allen für die Baureihe erhältlichen Optionen ausgestattet. Zusätzlich gibt es ein individuelles, Hand gearbeitetes Interieur mit schwarzem Leder und Details, welche die Außenfarbe des Wagens aufgreifen. Dazu gehören beispielsweise die Applikationen im Design einer Zielflagge in den Mittelbahnen der Sportsitze sowie die in Exterieurfarbe ausgeführten Sitzwangen. Der neue Speedster wurde von Porsche Exclusive konzipiert – dem unternehmenseigenen Veredler, der auf Individualisierungen und Kleinserien spezialisiert ist. Der 911 Speedster leitet das 25-jährige Jubiläum von Porsche Exclusive im Jahr 2011 ein. Erhältlich ist der 911 Speedster ab Dezember 2010. In Deutschland kostet der offene Sportler 201.682 Euro.

Vierte Speedster-Generation
Die Speedster-Serie startete 1953 mit einem puristischen Sportwagen auf Basis des Porsche 356. Dieses Fahrzeug besaß zwei Sportschalensitze, Türen mit einsteckbaren Seitenscheiben aus Kunststoff und eine gekürzte, elegant gebogene Windschutzscheibe. 1988 feierte der Speedster auf Basis des 911 Carrera eine Renaissance, ergänzt um ein weiteres Merkmal: Die Verdeckkastenhaube wies erstmals eine charakteristische Doppelhutze auf. Auch 1993/1994 gab es wieder einen Speedster. Der neue 911 Speedster ist die vierte Generation mit diesem Namen.

Neuer 911 Speedster