BMW-Tochter präsentiert innovative Studie auf dem Pariser Autosalon

Mit Strom mobil zu sein, kommt in Mode: Auf dem Pariser Autosalon (2. bis 17. Oktober 2010) wird das Thema Elektro-Antrieb eine wichtige Rolle spielen. Doch nicht nur im Autobereich kommen Neuheiten, auch auf dem Zweirad-Sektor tut sich einiges. So zeigt neben Peugeot und Smart auch die BMW-Tochter Mini einen neuen Elektro-Roller in Paris: den Scooter E Concept.

Designt wie ein Mini-Auto
Der schicke Roller soll den Fahrspaß eines Minis ins Zweirad-Segment bringen. Und bringt dafür viele Designanleihen des styligen Münchners Kindls mit. Eine Rolle spielt dabei das Größenverhältnis zwischen den Rädern und dem Gesamtfahrzeug. Die elf Zoll großen Felgen des Mini-Scooters sollen das Zweirad ebenso kraftvoll präsentieren wie Autos von Mini. Das Windschutzblech steht dabei in einer ähnlich aufrechten Position wie die Frontscheibe der Automobile. Im Inneren des Windschutzes gibt es zwei Staufächer und eine neuartige Ausführung der Mini Center Rail aus dem Countryman: Die vertikale Befestigungsschiene reicht bis in den Fußraum hinab und bietet durch einen Clip-In-Mechanismus vielfältige Möglichkeiten zum Transport von Gegenständen.

Großer Scheinwerfer im Mini-Look
Der große ovale Scheinwerfer vorn soll ebenso an Mini erinnern wie der Windschutz in Form des Hexagon-Kühlergrills. Selbst die Blinker, die Spiegel und die aufrecht stehenden Heckleuchten sind in der Form von verschiedenen Mini-Modellen und Baujahren entlehnt. Der Haltegriff für den Sozius entspricht in seiner Form dem Heckspoiler des Cooper S. Der E-Roller steht in zwei Varianten in Paris: als Zwei- und als Einsitzer. Ersterer erinnert in ihrem Farbdesign an den Elektro-Mini E, der sportlichere Einsitzer ist in British Racing Green lackiert.

iPhone als Steuerzentrale
Die Bedienung des Scooters soll besonders leicht funktionieren und intuitiv erfolgen. Das Cockpit des Rollers besteht aus einem Zentralinstrument in der typischen Mini-Kreisform, in dessen Mitte ein Apple iPhone eingesetzt wird. Es dient gleichzeitig als Fahrzeugschlüssel, Display und Bedienelement. Sobald der Fahrer sein Mobiltelefon eingeklinkt und eingeschaltet hat, ist das Fahrzeug startbereit. Die Geschwindigkeitsanzeige ist in Form einer mit Flüssigkeit gefüllten Röhre dargestellt, deren Inhalt sich – ähnlich wie bei einem Thermometer – je nach Fahrtempo ausdehnt. Die Bedienelemente für Licht, Blinker und weitere Fahrfunktionen ähneln den Tasten auf dem Multifunktionslenkrad des Mini-Autos.

Bluetooth-Verbindung in den Helm
Während der Fahrt dient das iPhone je nach Bedarf als Navigationssystem, Musikplayer oder auch als Telefon. Über eine drahtlose Bluetooth-Schnittstelle kann es mit einem Helm verbunden werden. Dieser ist mit einem Mikrofon und Kopfhörern ausgestattet, sodass der Fahrer unterwegs telefonieren oder Musik hören kann.

Freunde finden auf der Straße
Zusätzliche iPhone-Apps sorgen für eine neue Funktionalität. So kann beispielsweise die Navigation um eine spezielle Kartendarstellung bei Google Maps ergänzt werden, die dem Fahrer die aktuelle Position weiterer Mini-Scooter in seiner unmittelbaren Umgebung anzeigt. Dabei können – ähnlich wie in sozialen Netzwerken im Internet – Freunde identifiziert und auf Knopfdruck zu einem spontanen Treffen eingeladen werden. Wenn sich zwei Scooter begegnen, gibt es eine Begrüßungsfunktion: Die Scheinwerfer blenden automatisch kurz auf.

Herkömmliche Steckdose genügt zum Laden
Der Elektroantrieb, der unter einer lackierten Kappe verborgen im Inneren des Hinterrades untergebracht ist, wird von einem Lithium-Ionen-Akku mit Strom versorgt. Auch ein Aufladesystem und das dazugehörige, fünf Meter lange Verbindungskabel sind kompakt im Heck verstaut. Aufgeladen werden kann der E-Roller an jeder Haushaltssteckdose. Dabei sollen laut Mini auch kürzere Pausen genutzt werden, um den bordeigenen Energiespeicher aufzufrischen. Zu den Ladezeiten hat sich der Hersteller noch nicht geäußert, denkbar wären drei bis vier Stunden, bis die Batterie wieder voll ist.

Gallery: Mini Scooter E Concept