Nervenkitzel: Rallye-Champion erreicht auf Eis knapp 331 km/h

Holiday on Ice war es wohl nicht, was der finnische Vierfach-Rallye-Weltmeister Juha Kankkunen auf der Ostsee erlebte – eher Nervenkitzel pur. In einem Bentley Continental Supersports Convertible fegte er über das zugefrorene Meer vor der Küste seines Heimatlands. Dabei stellte er einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf. Auf dem Genfer Autosalon vom 3. bis 13. März 2011 präsentiert der Hersteller eine limitierte Auflage des Extrem-Bentley von 100 Exemplaren.

Bei minus 30 Grad im Cabrio
Der für den Rekordversuch verwendete Bentley hat einen W12-Motor mit sechs Liter Hubraum plus Turboaufladung unter der Haube und ist 630 PS stark. Bereits 2007 brach Juha Kankkunen mit einem Continental GT den Geschwindigkeitsrekord auf Eis. Beim diesmal verwendeten Continental Supersports stellte Bentley jedoch kein Coupé zur Verfügung, sondern ein Cabrio – und das bei Temperaturen von minus 30 Grad Celsius. Zumindest der serienmäßige Allradantrieb erscheint für den Eisritt logisch.

Über 330 km/h: Polizei bestätigt Messung
Gemessen wurde die Geschwindigkeit auf einem Abschnitt von einem Kilometer Länge, der hin und zurück befahren wurde. Genommen wurde der Durchschnittswert beider Läufe. Dies ist laut Bentley die Regel, wie sie das Guinness Buch der Rekorde vorschreibt. Der Messabschnitt lag auf einer ingesamt 16,5 Kilometer langen Strecke. 70 Zentimeter Eis trennten Kankkunen von den kalten Fluten der Ostsee. Nach fünf Kilometern hatte er mit 200 Meilen je Stunde – knapp 322 km/h – bereits seinen alten Rekord geknackt. Trotz Schneesturm- und Seitenwindgefahr schaffte er auf der Messstrecke 205,48 Meilen pro Stunde, also 330,695 km/h. Die Geschwindigkeit wurde von der Finnischen Verkehrspolizei bestätigt. Präpariert wurde das Luxus-Cabrio mit einem Sicherheitskäfig, Winterreifen und einem Bremsschirm am Heck. Für mehr Fahrstabilität sorgten Spoiler für Front und Heck.

Rekord-Eis-Brecher