Der Geländeflitzer baut auf Chevrolet-Technik

Als im Jahr 2009 bekannt wurde, dass Opel Teil von General Motors (GM) bleiben würde, hagelte es Kritik. Dabei wurde übersehen, dass der GM-Baukasten der Marke Vorteile bei der schnellen Entwicklung neuer Modelle bringt. Eines dieser Modelle, ein kleines SUV in Corsa-Größe, wurde jetzt auf Testfahrten erwischt.

Technik von Chevrolet
Obwohl der neue Geländegänger mit gut 4,10 Meter in etwa so lang wie ein Opel Corsa ist, basiert er nicht auf dem Kleinwagen. Um Kosten zu sparen, nutzt man viele Elemente des neuen Chevrolet Aveo, der in den USA Sonic heißt. Am Erlkönig ist das bereits sichtbar: Am Heck der fertigen Karosserie ähneln die Rückleuchten und die schwarze Kunststoffeinfassung stark dem Aveo. Von vorne schimmern die optischen Gene des Chevrolet Orlando durch, jedoch sorgt das Opel-typische, hakenförmige Tagfahrlicht für eine gewisse Eigenständigkeit. Die ist auch dringend nötig, denn der Fall des Opel Antara alias Chevrolet Captiva zeigt, wie es nicht geht: Hier war bis zum jüngst erfolgten Lifting der Modelle die Ähnlichkeit zu deutlich. Speziell beim Antara sorgte das für nur mäßigen Verkaufserfolg.

Erfolg an der Verkaufsfront?
Das noch namenlose Klein-SUV könnte es ab 2012 allerdings besser machen. Größenmäßig gibt es in seiner Klasse kaum geländegängige Konkurrenz, abgesehen vom Fiat Panda 4x4 oder dem teuren Mini Countryman. Falls die Chevy-Technik den neuen Opel günstig macht, könnte er erfolgreich eine Marktlücke besetzen.

Kleiner Gelände-Opel