Tuner bürstet dem Flügeltürer das Gefieder und packt 636 PS in den SLS AMG

Der Mercedes SLS AMG ist bereits von Hause aus kein schwachbrüstiges Vögelein: 571 PS aus 6,2 Liter Hubraum lassen den Affalterbacher Überflieger ordentlich abzischen. Doch Tuner Hamann hat dem Flügeltürer nun kräftig das Gefieder gebürstet und ihn zum Hawk (dt. Falke) verwandelt. Auf dem Genfer Autosalon (3. bis 13. März 2011) wird der scharfe Raubvogel zum ersten Mal zu sehen sein.

680 Newtonmeter Drehmoment
Um dem Achtender noch mehr Power zu entlocken, wird eine Titan-Abgasanlage montiert. In Kombination mit neuen Fächerkrümmern, Sportkatalysatoren und einem Sportluftfilter soll sie sich auch um einen kernigen Sound kümmern. Die Komponenten werden mit Hilfe eines neuen Kennfeldes für die Motorelektronik präzise aufeinander abgestimmt. Nach dem Feinschliff wummert der 6,2-Liter-Motor mit 626 PS und einem maximalen Drehmoment von 680 Newtonmeter bei 4.850 Touren.

3,6 Sekunden auf Tempo 100
Das ist bei den Fahrwerten deutlich zu spüren: Auf Tempo 100 braucht der Zweisitzer nur 3,6 Sekunden, das Serienmodell spurtet in 3,8 Sekunden zum Hunderter-Strich. Mit einer Spitze von 320 km/h ist Hawk noch um drei km/h schneller als die Serienversion.

Geschärftes Gefieder
Der Hawk gehört zu den Autos, die eine Detektei wohl kaum als Beschattungsfahrzeug anschaffen wird. Noch auffälliger wird der schnelle Falke vor allem durch das neue Aerodynamik-Paket. So ersetzt die Hawk-Frontschürze den Serienstoßfänger. Größere Lufteinlässe in Verbindung mit neuen LED-Scheinwerfern verleihen dem Zweisitzer ein noch martialischeres Gesicht. Zusätzlich versorgen vergrößerte Einlässe den Motor mit viel Frischluft und kanalisieren die Luft im Anschluss aus der neuen Karbon-Fronthabe.

Breiter Auftritt
Markante Kotflügelverbreiterungen sorgen schon im Stand für einen bärenstarken Auftritt. Vorn ist der SLS AMG pro Seite sechs, hinten sieben Zentimeter breiter als die Serie. Seitenschweller lassen den Zweisitzer zusätzlich tiefer und gestreckter wirken. Um das Abtriebsverhalten der Vorder- und Hinterachse perfekt auszubalancieren, wird dem Sportvogel ein großer Flügel aufgepflanzt. Die neue Heckschürze optimiert mit dem Diffusor den Luftfluss unter
dem Boliden und macht Platz für die vier gewaltigen Endrohre mit jeweils neun Zentimeter Durchmesser.

21 Zoll große Räder
Um sich richtig in den Asphalt krallen zu können, werden dem Jagdvogel einteilige, besonders leichte Schmiederäder in 21 Zoll Größe verpasst. Diese werden vorne 245er-Pneus und hinten mit 345er-Reifen bezogen. Die Räder, die im Satz übrigens 9.835 Euro kosten, werden mit einem Gewindefahrwerk verbunden. Ausgestattet mit vier höhenverstellbaren Gewindedämpfern und vier progressiv gewickelten Fahrwerksfedern kann der Schwerpunkt um bis zu drei Zentimeter abgesenkt werden.

Feines Leder für den Innenraum
Der Tuner gestaltet den Innenraum komplett neu und verwandelt das Interieur des SLS zur VIP-Lounge mit Motorsportflair. Edles Leder mit Alcantara-Applikationen und Ziernähten ersetzt die Werksausstattung. Lüftungsdüsen, die Türeinstiegsleisten und die Mittelkonsole werden mit Karbon veredelt. Schwarz eloxierte Alupedale ermöglichen rutschfeste Fußarbeit, die Handarbeit wird mittels neuem Sportlenkrad verrichtet. Weitere Details und die Preise will der Tuner erst zur Messe bekannt geben.

Mächtiger Jagdvogel