Schräges Design, ungewöhnliche Sitzanordnung und fairer Preis

Elektrische Cityflitzer zum fairen Preis: Nach diesem Konzept will die Firma Mia Electric drei Mikrobusse auf den Markt bringen. Weltpremiere feieren die emissionsfreien Modelle auf dem Genfer Autosalon (3. bis 13. März 2011). Die Serienproduktion soll dann im Juni 2011 starten.

Der Fahrer sitzt in der Mitte
Drei verschiedene Varianten stehen zur Wahl. Auffälliges Merkmal neben dem nicht alltäglichen Design ist der zentrale Fahrersitz, der dem Fahrzeugführer beidseitiges Ein- und Aussteigen ermöglicht. Diese Sitzanordnung soll dem Fahrer im Stadtverkehr einen guten Überblick und den Fondpassagieren große Beinfreiheit ermöglichen. Schiebetüren auf jeder Seite sowie Ausschnitte in Dach und Boden sorgen laut Hersteller für einen besonders praktischen Zugang. Ebenso verspricht Mia einen für diese Fahrzeuglänge sehr großen Innenraum.

90 Kilometer Reichweite
Die Standardversion ist 2,87 Meter kurz und wiegt inklusive der nicht näher spezifizierten Batterie nur 750 Kilogramm. Platz bietet sie für drei Passagiere und rund 200 Liter Gepäck. Laut Hersteller fährt der Mia 110 km/h schnell und kommt man mit einer Batterieladung etwa 90 Kilometer weit. Um den Akku wieder aufzuladen, sollen drei Stunden an einer haushaltsüblichen Steckdose genügen.

Langversion und Kastenwagen
Als zweites Modell wird der Mia L angeboten. Er ist 3,19 Meter lang, verfügt über drei statt zwei Rücksitze und einen Gepäckraum mit 420 Liter Volumen. Drittes Fahrzeug im Bunde ist der Mia K. Die Kastenwagenvariante unterscheidet sich vom L durch den Wegfall der hinteren Fenster sowie der Fondsitzplätze. Dadurch entsteht ein 1.500 Liter großer Laderaum. Bestellt werden können die drei Mia-Modelle bereits seit Oktober 2010. Die Preise beginnen bei 19.500 Euro inklusive Batterie für das Basismodell. Der Mia L ist ab 24.500 Euro zu haben, der Kastenwagen ab 22.500 Euro. Laut Hersteller liegen aktuell bereits mehrere 100 Bestellungen vor.

Früherer VW-Chefdesigner mit im Boot
Zu den Geschäftsführern der Muttergesellschaft Mia Electric GmbH mit Sitz in Essen und Merzig im Saarland gehört der frühere VW-Chefdesigner Murat Günak. Er ist auch maßgeblich für die Entwicklung der elektrischen Mikrobusse zuständig. Die Produktionsgesellschaft befindet sich im westfranzösischen Ort Cerizay. Das dort ansässige Tochterunternehmen wurde aus der Elektroautosparte des Fahrzeugentwicklers Heuliez übernommen.

Schräge Mikrobusse