Roadster-Studie und weitere Neuheiten im Gepäck

Mit einer aufregenden Studie und weiteren Neuheiten im Gepäck reist BMW zum Genfer Automobilsalon (3. bis 13. März 2011). Das Highlight auf dem Messestand der Bayern wird unbestritten der BMW Vision ConnectedDrive sein, mit dem die Marke einen Ausblick auf die Möglichkeiten der Vernetzung im Auto gibt.

Offene Aussichten
Die Konzeptstudie präsentiert sich als zweisitziger Roadster und lehnt sich optisch an den BMW Vision EfficientDynamics von 2009 an. Sichtbar wird dies an der starken Betonung der Breite durch flache Scheinwerfer und eine horizontale Niere. Eine Besonderheit im Exterieur des BMW Vision ConnectedDrive ist das Türkonzept. Angelehnt ist es an die elektromechanisch versenkbaren Türen des BMW Z1 von 1988. Bei diesem ist ein Fahren selbst mit offenen Türen möglich und erlaubt. In der neuen Genf-Studie findet diese Idee ihre Erweiterung. Zwei verschiebbare Türelemente – eins innen, eins außen – verschwinden beim Türöffnen im Fahrzeugkörper und ermöglichen so den Einstieg. Während die äußere Schale sich nach vorne schiebt, verschwindet die innere Schale in einer gegenläufigen Bewegung im hinteren Bereich des Fahrzeugs. Auch beim BMW Vision ConnectedDrive ist das Fahren mit offener äußerer Tür ein zentraler Aspekt.

Sensoren für Sicherheit
In die Scheinwerfer und die Heckleuchten integrierte Sensoren helfen bei der Beobachtung des Verkehrsgeschehens und der Umwelt. Antennen anstelle von Außenspiegeln senden Informationen nach außen und empfangen Daten für die Navigation. Der direkte Austausch von Informationen mit anderen Verkehrsteilnehmern via Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation (Car2Car) ermöglicht dem Auto ,in die Zukunft" und ,um die Ecke" zu sehen. So kann es feststellen, wo sich andere Fahrzeuge oder Personen befinden, wie sie sich zur eigenen Route verhalten und frühzeitig kritische Situationen erkennen. Die Kombination von teilautomatisierten Sicherheitsfunktionen mit einer ausgefeilten Umgebungserkennung über Sensoren und Sensordatenfusion erlaubt im Falle einer kritischen Situation kontrollierte Notfallmanöver – je nach Situation eine Gefahrenbremsung oder ein Ausweichmanöver.

Vorrecht des Fahrers
Grundsätzlich gilt jedoch bei den Sicherheitsfunktionen von BMW ConnectedDrive heute wie auch in Zukunft: Solange der Fahrer eingreifen kann, wird die Information und Warnung des Fahrers einem aktiven Eingriff des Fahrzeugs vorgezogen. Erst wenn der Fahrer nicht entsprechend reagiert, unterstützt ihn das Fahrzeug als letzte Möglichkeit durch einen automatisierten Eingriff.

Neuartiges Head-up-Display
Eine weitere Neuheit der Studie ist ein erweitertes Head-up-Display, das Informationen und Symbole dreidimensional darstellt. So kann das reale Straßenbild mit virtuellen Inhalten verschmolzen werden. Diese so genannte ,Augmented Reality" projiziert beispielsweise Hinweise zur Routenführung dorthin, wo sich die Möglichkeit zum Abbiegen in Relation zum aktuellen Sichtfeld befindet. Je nach Fahrsituation werden Hinweise im Vorder- oder Hintergrund dargestellt. Zusätzlich weist die Studie frei programmierbare Instrumente auf. Auch hier können Informationen unterschiedlich hervorgehoben werden. Ein ,Emotional Browser" erschließt und filtert während der Fahrt zusätzliche Infos über die aktuelle Umgebung personen-, stimmungs- oder auch ortsspezifisch.

Spar-3er und Elektro-1er in Genf
Zu den weiteren BMW-Weltpremieren in Genf gehört der 320d Efficient Dynamics Edition Touring. Der 163 PS starke Kombi soll dank diverser Maßnahmen nur 4,3 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen, der CO2-Ausstoß beträgt 114 Gramm pro Kilometer. Null Emissionen stößt der BMW ActiveE aus, ein Elektroauto auf Basis des 1er Coupé mit einer Leistung von 170 PS. Gezeigt wird auch der neue X1 xDrive28i mit einem doppelt aufgeladenen Vierzylinder, der 245 PS generiert. Mit ihm startet eine neue Motorengeneration, die diverse Sechszylinder-Aggregate ersetzt.

Bildergalerie: BMW: Vernetzte Vision