Rasante Studie mischt Tradition und Moderne: Ein Hybrid-Motor kommt in Serie

Saab wühlt in der eigenen Vergangenheit und zeigt auf dem Genfer Autosalon vom 3. bis 13. März 2011 eine futuristische Studie mit traditionellen Markenmerkmalen. Der PhoeniX Concept gibt Hinweise darauf, worauf wir uns bei den Skandinaviern gefasst machen müssen.

Ein Hauch von Ur-Saab und Sonett
Die Tropfenform der PhoeniX hat einen Cw-Wert von 0,25 und soll an den noch von Flugzeug-Ingieuren entworfenen Ur-Saab erinnern. Beim scharf abgeschnittenen Heck denkt man an das kleine Coupé Sonett II aus den 1960er-Jahren. Zwischen den schlitzförmigen LED-Scheinwerfern sitzt der neu gestaltete Grill. Seine Formgebung sowie die Motorhaube mit den markanten ,Muskelsträngen" werden voraussichtlich in künftige Serienmodelle einfließen. Weitere Charakteristika des PhoeniX: Flügeltüren, aerodynamische Schwingen am Dach und keine sichtbaren Türgriffe und Außenspiegel. Stattdessen liefern Miniaturkameras dem Fahrer ein Bild vom Geschehen hinter ihm. Eine weit öffnende Heckklappe bietet Zugang zu einem ebenen Laderaum.

Innen minimalistisch
Minimalistisch ist das Innenambiente. Motorsport-Anklänge liefern schalenförmige Sitze und Strukturelemente in Metalloptik, die an Überrollbügel erinnern. Das Instrumentenlayout ist Saab-typisch auf den Fahrer ausgerichtet. Das ringförmige Display soll an den Nachbrenner eines Düsenjägers erinnern. Ein Head-Up-Display projiziert weitere Infos in die Scheibe. In einem 45-Gradwinkel zum Fahrer geneigt sitzt rechts vom Lenkrad ein Acht-Zoll-Touchscreen. Er gehört zum neuen Infotainment- und Kommunikationssystem IQon. Es basiert auf dem Google-Betriebssystem Android und bietet unter anderem einen Internetzugang mit Online-Navigation. Eine rote Instrumenten- und Innenraumbeleuchtung soll ,emotional-warmes" Licht spenden. LEDs illuminieren den Fußraum. Die Rücksitze des PhoeniX sind umklappbar. Darüber hinaus soll ein flexibles Cargo-Track-System den Transport unterschiedlich großer Ladungen erleichtern.

Hybridmotor kommt in Serie
Saab verwendet in der Studie einen Hybridantrieb. Vorne ist ein 1,6-Liter-Turbobenziner eingebaut. Der Vierzylinder leistet 200 PS und ist mit einer Start-Stopp-Funktion ausgerüstet und an ein Sechsgang-Getriebe gekoppelt. An der Hinterachse sitzt das SAAB-eXWD-System mit einem 34 PS starken Elektromotor, durch den der PhoeniX zum Allradler wird. Der Strom kommt von einem Batteriepaket, das auch über die regenerativen Bremsen aufgeladen wird.

Drei Betriebsmodi
Drei Betriebsmodi bietet eXWD: einen Öko-Modus, einen Sportmodus sowie den Traction-Modus für glatten Untergrund. Das System wird gerade zur Serienreife entwickelt. Für die Studie gibt Saab einen prognostizierten Verbrauch von fünf Liter auf 100 Kilometer an. Das entspräche einem CO2-Ausstoß von 119 Gramm je Kilometer. In 5,9 Sekunden soll der PhoeniX von null auf 100 km/h sprinten.

Bildergalerie: Raus aus der Asche