Dank Bi-Kompressor toben knapp 900 PS unter der Haube

Novitec hat sich beim Ferrari 599 GTO besonders unter der Haube zu schaffen gemacht. Das Resultat präsentiert der Tuner auf dem Genfer Autosalon vom 3. bis 13. März 2011. Mit fast 900 PS ist der getunte Ferrari eines der stärksten Fahrzeuge der Messe.

Bi-Kompressor-Umbau
Eigentlich ist der limitierte und nicht mehr gebaute GTO schon die Sportversion des Ferrari 599 und steht mit 670 PS recht potent da. Für 65.450 Euro Umbaukosten toppt Novitec diesen Wert jedoch noch einmal deutlich. Ein Bi-Kompressor treibt den Sechsliter-V12 mit 0,45 Bar Ladedruck auf gigantische 888 PS. Das Drehmoment legt von 620 auf 862 Newtonmeter zu. Das Leistungsgewicht fällt von 2,23 auf 1,74 Kilogramm je PS.

Noch schnellere Beschleunigung
Zum Motorkit gehören ferner ein größerer Ladeluftkühler, eine Elektronikanpassung sowie ein neuer Ansaugtrakt mit Sportluftfiltern und Hochleistungseinspritzdüsen. Die neue Abgasanlage mit vier 90 Millimeter starken Endrohren ist im Inneren mit Klappen versehen, die vom Lenkrad aus verstellt werden können. Damit ändert sich auf Wunsch der Sound. Nach 3,2 statt 3,35 erreicht der Sportwagen aus dem Stand 100 km/h. Tempo 200 steht nach 9,1 Sekunden an. Gegenüber dem Serien-GTO steigt die Höchstgeschwindigkeit von 335 auf ,über 340 km/h".

Extraleichte Felgen
Die vom Tuner für den Ferrari 599 maßgeschneiderten Schmiedefelgen im Titan-Finish sind besonders leicht. Die beiden vorne montierten Rundlinge sind in der Dimension 10Jx21 Zoll jeweils nur 10,4 Kilogramm schwer. Hinten kommen die Leichtgewichte in der Größe 12Jx22 Zoll zum Einsatz und wiegen 13,8 Kilogramm pro Stück. Eine Spurverbreiterung sowie die gegenüber der Serie breiteren Reifen (295/25 an der Vorder- und 335/25 an der Hinterachse) sollen höhere Kurvengeschwindigkeiten ermöglichen. Rund 12.000 Euro sind für das neue Schuhwerk fällig. Zusätzlich verbaut Novitec an der Vorderachse eine Hebefunktion. Per Knopfdruck im Cockpit kann die Frontpartie um 40 Millimeter erhöht werde – sinnvoll ist das beispielsweise beim Befahren von Tiefgarageneinfahrten.

Besondere Lackierung
Der in Genf gezeigte 599 GTO ist bis auf die Rückleuchten, das Zusatzbremslicht, die Nebelschlussleuchte, die Seitenblinker in Schwarz sowie die besondere Lackierung unverändert. Das Finish ist silberfarben und mit einem gelben Querstreifen sowie weißen Startnummerfeldern versehen: Eine Reminiszenz an den Ferrari 250-GTO-Rennwagen, mit dem die Belgier Lucien Bianchi und Georges Berger 1964 die Tour de France für Automobile gewannen. Das Etappenrennen wurde – mit einigen Unterbrechungen – jährlich zwischen 1899 und 1986 ausgetragen.

Das PS-Monster