Smart bringt die Serienversion des Fortwo ed

Eine lange Geschichte findet ihr Ende: Bereits in der Entwicklungsphase wurde der Smart Fortwo als Elektroauto konzipiert. Seit 2007 sind Testflotten des Fortwo Electric Drive (ed) unterwegs, schon mehr als 2.000 Stück des Stadt-Stromers wurden gebaut. Nun steht auf der Frankfurter IAA (15. bis 25. September 2011) die Serienversion.

Watt ihr Volt
Aus den bisherigen Flottenversuchen kristallisierten sich diverse Verbesserungswünsche der Kunden heraus: Ganz oben auf der Liste standen eine höhere Endgeschwindigkeit und eine bessere Beschleunigung im Bereich über 60 km/h. Die Reichweite war hingegen kaum ein Problem, da im Schnitt rund 30 bis 40 Kilometer am Tag zurückgelegt wurden. Statt der bisherigen Tesla-Batterie arbeitet im künftigen Smart Fortwo ed ein Akku der ,Deutschen ACCUmotive", einem Joint Venture von Daimler und Evonik. Sie weist eine Kapazität von 17,6 Kilowattstunden auf, bislang waren es 16,5. Die Reichweite des Autos gibt Smart mit ,deutlich mehr" als 140 Kilometer an. In acht Stunden lässt sich die Batterie an einer normalen Steckdose wieder aufladen, optional ist eine Schnellladefunktion erhältlich. Mit Starkstromkabel reduziert sich die Wartezeit auf eine Stunde.

Kräftiger voran
Die dritte Generation des Smart Fortwo ed wird von einem 55 Kilowatt starken Elektromotor angetrieben, das entspricht 75 PS. Bisher musste man sich mit bescheidenen 30 Kilowatt (41 PS) begnügen. Das maximale Drehmoment wächst auf 130 Newtonmeter, die Beschleunigung erfolgt nun statt in 6,5 in fünf Sekunden. Von null auf 100 km/h braucht der Fortwo ed weniger als 13 Sekunden, mehr als 120 km/h sollen machbar sein. Optische Merkmale des Strom-Smart sind ein größerer Kühlergrill mit speziellem Logo und LED-Tagfahrlichter. Serienmäßig sind alle bekannten Lackierungen verfügbar, exklusiv ist ein Designpaket mit grünen Akzenten erhältlich. Die Innenausstattung ist umfangreich, bei Bedarf kann das Fahrzeug zu einer bestimmten Zeit auf Heizung oder Kühlung vorprogrammiert werden. Neu ist die Möglichkeit, die Vorklimatisierung über das Internet oder das Smartphone zu steuern.

Wie teuer wird er?
Zu den Preisen äußert sich Smart noch nicht, es soll aber einen ,richtigen" Preis geben, also kein Leasing oder die Vermietung der Batterien. Angeboten wird der elektrische Smart Fortwo ab Frühjahr 2012 in mehr als 30 internationalen Märkten als geschlossene Version und als Cabrio. Insgesamt soll eine fünfstellige Zahl von Fahrzeugen produziert werden.

Smart unter Strom